Mein neuer Winterschutz...

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    • hier bei mir waren es heute früh auch -10 Grad, habe das UT etwas höher eingestellt, bei -6 Grad Einschalttemperatur, hat auch gut funktioniert, die Heizung war heute früh warm
      sonnige Grüße aus dem Westerzgebirge, Bernd
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    • Der Winterwetterthread 2017/18

      War heute mal im Garten und habe mal auf den Stromzähler geschaut, seit dem letzten Mal doch 500W verbraucht. Da ist wohl die Heizung doch mal kurz angesprungen. Es waren Nachts höchstens - 8°aber eben bedeckt Tagsüber nahe Null, da reicht das Vlies nicht ganz um die Temperatur nachts zu puffern bis es tagsüber knapp in den Plusbereich geht. Aktuell scheint tagsüber die Sonne und es ist warm im Schutz, das reicht für die Nacht.
      VG Jürgen

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    • Wieder einmal ein seltsames Phänomen.
      Ich nutze ja weiße Vliessäcke für den Kronenschutz meiner Palmen
      Die Säcke habe ich Gestern angebracht.
      Tagsüber bei Sonnenschein, lag die Innentemperatur über der Aussen Lufttemperatur.

      Nach Sonnenuntergang kehrte sich das sofort um, die Temperaturen unter den Säcken waren plötzlich etwa 2°C unterhalb der Außentemperatur.

      Demnach genau das Gegenteil von dem was man eigentlich erreichen möchte.

      Bei einem beheiztem Schutz ist das nicht so gravierend, aber was ist mit einem Unbeheiztem?

      In der Grafik kann man das sehr schön sehen, kurz vor 18 Uhr kreuzen sich die Temperaturkurven.
      Die Kurve der Washi Krone dürft ihr nicht berücksichtigen, die Washi hat 3 Vliessäcke über der Krone und speichert dadurch die Tageswärme länger.







      Ob diese starke Tageserwärmung im Schutz so gut ist, weiß ich auch nicht:

    • Mein neuer Winterschutz...

      Ich glaube auch nicht, dass diese einfachen weißen Winterschutzvliese eine großartige Isolationsfähikeit haben. Vielleicht mal kurz zum überwerfen, aber eine von der Tagessonne, oder Heizung erwärmte Pflanze über die kalten Nachtstunden bringen? Dafür würde ich es nicht verwenden.
      VG

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    • Volker wrote:

      Nach Sonnenuntergang kehrte sich das sofort um, die Temperaturen unter den Säcken waren plötzlich etwa 2°C unterhalb der Außentemperatur
      Hallo Volker,

      für mich sieht das so aus (ich gehe jetzt mal davon aus, dass es keinen Fehler gibt wie: Sensoren irrtümlich falsch benannt/falsch zugeordnet):

      Die Temperaturen aller Kurven (außer "Washi, Krone") sinken nachts deutlich unter -4 °C. Tagsüber ändert sich das natürlich.
      Nach Sonnenuntergang kühlt sich die Luft außen ab infolge des Wegfalls der Sonneneinstrahlung (und vielleicht noch der aufkommenden thermischen Luftbewegung(?)).

      Unter dem Fließ findet wenig Austausch mit der Außenluft statt. Strahlung erwärmt die Säcke bzw. das, was darunter ist, nach Sonnenuntergang nicht mehr. Die Temperatur dort wird fast nur noch durch die Palmen selbst definiert. Da sie mit Abstand die größte Wärmekapazität* in diesen Bereichen aufweisen, gleicht sich die Lufttemperatur unter den Säcken der der Plamen an.
      Die Palmen können sich nun in der kurzen Zeit tagsüber nicht so stark aufheizen (wegen ihrer höheren Wärmekapazität*). Ihre Stämme/die Wedel haben im Innern also immer noch eine recht tiefe Temperatur. Oberflächlich werden sie sich zwangsläufig auch erwärmt haben, aber die Kälte aus dem Innern der pflanzlichen Masse dominiert letztendlich die Temperatur unter dem Schutz.

      *Wer den Begriff gerade nicht einordnen kann, ein vereinfachter (und damit natürlich auch nicht ganz vollständiger) Erklärungsversuch:
      Wenn ein Körper eine hohe Wärmekapazität besitzt, muss ich verhältnismäßig viel Wärme zuführen, um eine Temperaturänderung bewirken, bzw. messen zu können. Luft hat eine eher geringe Wärmekapazität. Bis sich dagegen der Stamm und die verzurrten Wedel einer Palme aufwärmen würden, müssten sie tagsüber viel länger in der Sonne stehen. Ihr Stamm hat in etwa die Tagesdurchschnittstemperatur und die schwankt nicht so stark zwischen Tag und Nachttemperatur.

      Den Aspekt der Wärmeleitfähigkeit, habe ich weggelassen, um es nicht zu kompliziert zu machen bei den Überlegungen. Er ändert meiner Meinung nach auch nichts an der Grundidee meiner Erklärung.



      Gruß
      Matthias
    • Hallo Matthias.

      Ich denke schon, dass sich die Pflanzenkörper zumindest so weit aufheizen, dass sie eine Temperatur über den Gefrierpunkt erreichen.
      Wir sprechen hier ja auch nicht von massiven Stämmen, sondern von dünnen Blättern, die sich sehr schnell erwärmen.
      Es sind ja immerhin auch einige Stunden Wärmezufuhr.
      Sieh dir einmal die Kurven des heutigen Tages an, dann weißt Du was ich meine.



      Allerdings haben wir zur Zeit noch keinen Frost, so dass die Kurven am Ende noch nicht so extrem wie Gestern ausfallen.
      Aber man kann sehen, die Kurve "Trachy, Terrasse" ist schon wieder unterhalb der Außentemperatur
      Die Außentemperatur beträgt 0,3°C, Trachy Terrasse genau 0°C.
      Die Sensoren habe ich alle gegenseitig kalibriert, sie lagen nebeneinander.
      Nun hängen sie alle 4 auf ziemlich genau 2m über dem Erdboden.
      Durch kleinklimatische Bedingungen weichen sie natürlich etwas voneinander ab.
      Das erklärt aber nicht die extremen Abweichungen zwischen Außen- und Innentemperatur bei Frost.

      Den Sensor "Washi, Krone" darfst Du nicht berücksichtigen, die wird ab -1,5°C beheizt, außerdem sind da 3 Vliessäcke drüber, bei den anderen Palmen nur Einer.

      Ich denke, es ist einfach so, wie ich in dem anderen Thread geschrieben habe.
      Außerhalb des Schutzes findet eine Vermischung der Luft durch Wind statt innerhalb nicht.
      Da es im Schutz keine Luftbewegung gibt, ist die Wärmestrahlung in die Umgebung höher als Außen.
      Also der umgekehrte Treibhauseffekt, siehe Autoscheiben.
      Zur Zeit haben wir einen bedeckten Himmel, es findet also wenig Wärmestrahlung in die Atmosphäre statt.

      Was aber wiederum seltsam ist, im Verlauf der vorigen Nacht haben sich die Kurven fast angepasst, wie Du in der obigen Grafik sehen kannst.
      Das auseinander driften fand also nur von 18 Uhr bis etwa Mitternacht statt, zu der Zeit war der Himmel klar.
      Am Morgen war es dann nebelig, das wird wohl der ausschlaggebende Faktor dafür gewesen sein.

      Morgen werde ich die Kurven der Nacht einfügen, dann kann man es besser sehen.
      Während des Schreibens sind die Temperaturen innerhalb des Schutzes nun schon in den negativen Bereich gekippt, obwohl die Lufttemperatur immer noch über Null Grad ist.


      Volker
    • Matthias H wrote:

      Bewegte Luft strahlt genauso in alle Richtungen wie unbewegte.
      Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt.
      Bewegte kalte Luft kann sich mit wärmerer Luft vermischen und wird dadurch insgesamt wärmer als unbewegte kalte Luft.
      Wenn man Beides in gleicher Höhe misst, erhält man einen Temperaturunterschied.
      Nun kommt die Wärmestrahlung ins Spiel.
      In unbeheizten Gewächshäusern ist es Nachts, bei klarem Himmel, auch immer kälter als Außen.
      Diese Erfahrung habe ich mit meinem Gewächshaus damals auch zur Genüge gemacht.

      Um das zu verstehen muss man sich wohl mehr mit dem Kirchhoffschen Strahlungsgesetz beschäftigen.
      Es besagt in Kurzfassung:
      Erhitzte Materie gleich welcher Art sendet zu der sie umgebenden Materie tieferer Temperatur eine kontinuierliche Strahlung aus, die je nach der Temperatur unsichtbar oder sichtbar ist. Diese Strahlung nennt man "Temperatur- oder Wärmestrahlung".
      Bei allen Körpern hat für jedes Paar von beliebig variabler Temperatur und Wellenlänge das Verhältnis von Emissions- zu Absorptionsvermögen den gleichen Wert.
      Beträgt das Absorptionsvermögen 1, dann nennt man ihn "Schwarzer Körper".
      Er ist realisierbar mit einem beliebigen Hohlraum, dessen Wand bei konstanter Temperatur nur eine sehr kleine Öffnung hat.
      Aus dieser tritt die "Schwarze Strahlung" aus, die seiner Wandtemperatur entspricht.
      Die Abhängigkeit der Energie der "Schwarzen Strahlung" von dem Temperatur- und Wellenlängenpaar und nur von diesem, -also bei konstanter Temperatur für alle Wellenlängen, bei konstanter Wellenlänge für alle Temperaturen-, heißt die "Kirchhoffsche Funktion".
    • Da ist es wieder, in der Nacht wurde der Himmel sternenklar.



      Eventuell ist dieser Effekt auch von der Luftfeuchtigkeit abhängig.
      Trockene Luft kühlt schneller ab als Feuchte.
      Durch die starke Wärme durch Sonneneinstrahlung könnte die Luft im Schutz trockener geworden sein.
      Demnach könnte es sein, dass es nachts im Schutz trockener ist als Außen.
      Das würde auch für die letzte Nacht zutreffen, bis zum Sonnenaufgang war die Luftfeuchte im Freien relativ hoch.




      Volker
    • Es geht schon los.
      Die Heizung einer in diesem Jahr gepflanzten Trachy ist schon aktiv geworden.
      < -6°C an, > -5°C aus



      13 Minuten, hat es gedauert.



      Dadurch, dass die Heizkabel noch nachwirken, steigt die Temperatur weiter an.
      Man kann also die Temperaturspanne zwischen ein und aus etwas verringern.



      Die Ausschalttemperatur habe ich nun auf -5,5°C programmiert.

      Falls es Jemanden interessiert, das ist der Code, welcher in meinem Fhem Programm dafür verantwortlich ist:

      define Trachy_hinten DOIF ([NC_WS_92:temperature2] < -6.0) (set IT_FFF0F0FFFF on) DOELSEIF ([NC_WS_92:temperature2] > -5.5) (set IT_FFF0F0FFFF off)

      NC_WS_92 Ist der Temperatursensor
      IT_FFF0F0FFFF, die zugehörige Schaltsteckdose
    • ich habe bisher lediglich mit gelesen.
      Bei mir tritt das Phänomen der niedrigeren Temperatur im Schutz,gegenüber der Außentemperatur,auch auf.

      Was mich aber interessieren würde. . . Wie lang sind die Heizkabel bei euch durchschnittlich an,um die Ausschalt Temperatur zu erreichen? Und in welchen Intervall schalten sie sich dann fortlaufend ungefähr ein?

      Bei mir waren es die Nacht im Osten Deutschlands (Nähe Dresden) -14,5 Grad zwischen 6 und 7 Uhr morgens. Von 22 Uhr bis 6 Uhr sank die Temperatur von -10 Grad kontinuierlich bis zum Tiefstwert ab.

      Einschalten bei minus 7 und aus bei minus 6. Also ein Grad Differenz.
    • Mein neuer Winterschutz...

      Ich kann dir leider nicht sagen wie lange die Kabel an sind bei einem Grad Temperaturdifferenz. Das hängt auch von der Isolation ab. Aus meiner Erfahrung hier aus Westsachsen, würde ich die Ausschalttemperatur höher nehmen, einfach um dem Ganzen in der Nacht etwas mehr Wärme zu zuführen. Auch weil die Kabel etwas mehr Anlaufzeit benötigen um warm zu werden. Bis letztes Jahr hatte ich auch - 7°zu - 5°,ist bei einer ganz und einer fast schief gegangen. Bei den drei verbliebenen hab ich das dieses Jahr auf - 3° Ausschalttemperatur geändert. Wobei ich sagen muss ich nutze nur noch ein Kabel in dem Mattenschutz von Palmen-Winterschutz. Da ist die Isolierung 15mm dick.

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    • TomW wrote:

      Wie lang sind die Heizkabel bei euch durchschnittlich an,um die Ausschalt Temperatur zu erreichen? Und in welchen Intervall schalten sie sich dann fortlaufend ungefähr ein?
      Ungefähr kannst Du das anhand meiner Grafik sehen.
      Die Einschaltdauer entspricht in etwa der Zeit zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt in den Kurven.



      Hier habe ich einmal eine Grafik auf den Stundenintervall umgestellt.
      Allerdings liegt in diesem Fall die Einschalttemperatur schon bei -1,5°C.
      Für die anderen Heizungen müsste ich solch eine Grafik erst erzeugen.



      Um 7:18 Uhr, schaltet das Kabel ein, um 7:25 Uhr wieder ab.
      Dann folgt eine kurze Phase des Nachheizens bis 7:33 Uhr bis die Temperatur wieder abzusinken beginnt.

      Volker
    • vielen Dank für die Grafik.super. Da kann ich das mal ungefähr abschätzen. Durch die Trägheit dauert es ja wirklich viel länger,bis die Temperatur wieder bis zum Einschaltepunkt gesunken ist.

      Hier in meiner Umgebung stehen leider nur wenige Palmen frei ausgepflanzt. Aber wie die Trachys bei dir ,trotz Heizung, letzten Winter Schäden davon tragen konnten ist komisch. Direkt in Dresden stehen 2 Trachys bei einem Herren bisher den ganzen Winter ohne Schutz da. Nicht mal jetzt in den kältesten Nächten wurden sie eingehüllt und beheizt. Trotzdem sehen alle Blätter Top aus. Die Stelle ist klein klimatisch begünstigt mit Nähe zur Elbe,aber minus 12 bis minus 13 müssen da auch gewesen sein,wenn es bei mir bis minus 15 runter ging.

      Die anderen Trachys in der Umgebung sind alle ausnahmslos verpackt.

      Im Bild meine beiden.9673ef.jpgadc359.jpg

      Grüße
      Tom
    • Mein neuer Winterschutz...

      Mit meiner Wagner letztes Jahr ist wirklich komisch. Es kann natürlich auch ein technischer Defekt gewesen sein während der 14 Tage wo es den Dauerfrost zt bis - 16°gegeben hatte. Vom der reinen Funktion konnte ich aber nichts feststellen. Deswegen gehe ich dieses Jahr etwas vorsichtiger ran. Obwohl es 10 Jahre mit - 7° zu - 5°immer gut funktioniert hat.

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