Mein neuer Winterschutz...

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    • Ich habe meinen Schutz noch stehen, das Vlies ist noch um das Gestell und die Heizung noch um die Trachy, ich habe nur das Vlies geöffnet, wegen der frischen Luft. Und das bleibt erst einmal noch die kommenden Tage. Nächstes Wochenende wird eventl. abgebaut, sollten die Wetterprognosen noch positiv sein. Tmin hatte ich -5,1 Grad und die Wedel sehen alle top aus. Hoffe jetzt mal, das es auch so bleibt, nicht wie im letzten Jahr als fast alle Wedel im Mai noch braun geworden sind.
      sonnige Grüße aus dem Westerzgebirge, Bernd
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    • Winterschutz

      Hallo,
      Seit einer Woche habe ich meine ausgepflanzten auch entpackt. Sehen aus wie im November als ich sie eingepackt habe. Das Packsystem von Juergen kenne ich seit seiner Vorstellung hier und in Facebook. Gerade als ich mir jetzt die Fotos vom Abbau ansah, sinnierte ich darüber, wie ich es mal bei meinen anwenden kann wenn sie größer sind. Erster Gedanke war, auch so nachbauen. Nun überlege ich, ob ich nicht vier Pfosten in Pfostenschuhe eng um die Palme stelle und von unten beginnend mit (Spann-)Gurten außen um die Pfosten herum nach oben wickle. Wäre doch vom System her noch etwas einfacher, oder was meint ihr? An den Pfosten könnte ich innen auch bequem die Halterung für den Frostwächter etc. anbringen.
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    • Mein neuer Winterschutz...

      Hallo du müsstest dann mit der Zeit immer längere Pfosten verwenden und sie zumindest oben und unten am zusammenrutschen durch das verzurren der Spanngurte sichern. Auch das Umwickeln auf der Leiter ist bestimmt nicht so einfach. Ich weiß ja nicht wie deine Lagermöglichkeiten sind, aber bei 2,5m-3m ist der Transport schwierig. Ich muss alles vom Schrebergarten mit dem Auto nach Hause fahren, dazu ist das Stecksystem ideal, dazu noch die Lagerung auf dem Dachboden.
      VG

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    • Rene schrieb:

      Sollte die Heizleistung nicht gereicht haben, würde ich aber nicht immer noch längere Heizkabel verwenden. Am Ende verbraucht man so auch immer mehr Energie. Außerdem wird es mit zunehmender Länge des Heizkabels immer aufwendiger und umständlicher das ganze anzubringen.
      Nur mal zum Beispiel: Ich beheize meine Bananen und meine Phoenix (Schutzhöhe jeweils 3m Höhe und 0,8m Durchmesser, Mantelfläche ca. 9,4 m² ) mit gerade einmal 120 Watt. Das Heizband ist 8m lang. Dabei mache ich mir nicht mal die Mühe die Bänder gleichmäßig um die Pflanzen zu wickeln. Dafür würde die Länge auch niemals reichen. Mit diesen 120 Watt kann ich den Schutz auch bei -15 Grad noch frostfrei halten. Die Luft zirkuliert im Schutz und verteilt sich dadurch.

      Ziel sollte es sein, dass ein Winterschutz mit möglichst wenig zusätzlicher Energie auskommt. Der Schutz sollte also eher so gestaltet sein, dass möglichst wenig Energie verloren geht und man da wo es nötig ist, mit möglichst kurzen Heizbändern arbeitet.
      Das bedeutet also eine möglichst effektive Umhüllung zu schaffen.

      Mit einer Vlieshülle kommt man hier schnell an seine Grenzen. Besonders an exponierten, windigen Standorten. Die Vliese sind sehr luftdurchlässig. Wind drückt die kalte Luft z.B. einfach durch das Vlies hindurch. Bei Sturm ist die Wirkung eines Vlieses daher stark reduziert. Man kann den Effekt auch mit einem Strickpullover vergleichen. Wenn man sich damit bei -10 Grad in den Wind stellt, wird man schnell merken, dass die Wärmeleistung gegen 0 geht.

      Ich würde also eher an deiner Umhüllung arbeiten. Zwischen den Blättern und der Außenhülle sollte immer noch etwas Luft bleiben.

      Volker schrieb:

      Auch bezüglich des Vliesschutzes habe ich andere Erfahrungen gemacht, er hält die Wärme sehr gut, besser als ein Folienschutz.Besser ist natürlich ein Schutz aus Styropor, der ist allerdings nur begrenzt nutzbar und sehr sperrig in der Lagerung.
      Wenn ich aber gegen rechne, der Washingtoniaschutz hat diese Wintersaison bis jetzt, gerade mal 1,83€ an Energie verbraucht, ist somit der Vliesschutz die preiswerteste Variante, wenn man die Anschaffungskosten und den Arbeitsaufwand gegen rechnet.
      Der Innenraum kühlt auch bei starkem Wind nur unwesentlich schneller aus, das lies ist zwar atmungsaktiv, aber Winddicht, annähernd vergleichbar mit Gore-Tex.

      Rene schrieb:

      Folie halte ich auch als vollkommen ungeeignet für den Winterschutz. Es bringt viele negativen Eigenschaften mit sich, die sich für die Pflanzen und die Überwinterung negativ auswirken.

      Eine gute Isolation schließt eine ausreichende Atmungsaktivität aber nicht aus. Schimmelbildung ist mit dem richtigen Material überhaupt kein Thema, ganz im Gegenteil.
      Feuchtigkeit kann in Form von Wasserdampf nach außen abtransportiert werden.

      Volker schrieb:

      Na, dann sind wir uns ja einig, nur atmungsaktives Material ist geeignet.
      Keine Folie, Styropor oder Doppelstegplatten.
      Als Stammschutz kann man diese Materialien verwenden, nicht aber für die Krone.

      Rene schrieb:

      Das Material muss in der Lage sein Wasserdampf hindurch zu lassen. Folie kann sowas einfach nicht. Der Wasserdampf wird beim Vlies ja über winzige Löcher im Material abgegeben. Bei anderen Materialen ist das vom Prinzip her auch nicht wesentlich anders. Je kleiner diese Löcher, umso besser. Durch die recht grobe Struktur des Vlieses, ist die Winddichtigkeit nicht gegeben und es ist auch wasserdurchlässig usw. usw.

      So ein Vliesschutz ist definitiv nicht die schlechteste Methode, erst recht nicht, wenn man es mehrlagig benutzt. Es geht aber eben auch noch wesentlich besser und effektiver. Darum ging es mir aber auch überhaupt nicht.

      Die Umhüllung ist nun mal das A und O bei der ganzen Sache. Wenn zwischen den einzelnen Vlieslagen keine Luft dazwischen kommt, kann man auch 20 Lagen drüber machen und hat kaum Isolation. Zwischen den Lagen muss etwas Abstand erreicht werden. Dann sind 2 Lagen Vlies besser als 20. Die einfachste Methode ist immer, wenn man 2 Hüllen möglichst locker übereinander anbringt. Noch besser, wenn man dazwischen zumindest an einigen Punkten Abstandhalter o.ä. anbringt, damit auch bei Wind die einzelnen Schichten nicht aneinander gepresst werden können.
      Nicht das Vlies ist der Isolator, es verhindert im besten Fall einigermaßen, dass die Luft da bleibt wo sie ist. Die Luft ist das was die eigentliche Isolation bringt, diese gilt es einzuschließen. Da Vlies recht luftdurchlässig ist, hat das aber nun mal auch seine Grenzen , vor allem bei Winddruck. Man kann also auch materialtechnisch noch einiges verbessern. Wobei das am Ende aber auch eine Preisfrage ist, die jeder wiederum für sich entscheiden sollte.
      Hallo alle,
      ich bin diesem Thread aufmerksam gefolgt und habe ihn von vorn bis hinten durch gelesen und habe viel Wertvolles und Interessantes zum Winterschutz finden können, vielen Dank für eure Erfahrungen und Tipps! Ich hatte u.a. nach Alternativen bzw. Optimierungsmöglichkeiten der Ummantelung gesucht, also andere Materialien als die gängigen Folien und Vlieshauben.
      Wie oben zu lesen, hat Rene selber genau darauf hingewiesen, dass es 'wesentlich besser und effektiver geht' - doch leider wurde nirgends erwähnt um welches Material es sich denn nun handelt, das noch besser zur Isolation und gleichzeitigen Durchlässigkeit von Wasserdampf geeignet ist!? _:frage

      Wärst Du, Rene, so nett und gibst diesbezüglich einen Tipp oder weiß jemand anderes hier genaueres??
      Jürgen hatte ja mal vermutet, dass in den Profi-Winterschutzmatten evtl. sowas wie Armaflex drin stecken könnte... wäre das ggf. eine Optimierung gegenüber mehrerer Lagen Vlies um die Heizkosten geringer zu halten? Wenn ja, mit welcher Stärke?

      Für jeden Vorschlag/Beitrag bin ich dankbar :]
      Beste Grüße
      Tim
    • Mein neuer Winterschutz...

      Da bin ich aber gespannt ob René da etwas verrät, schließlich verdient er ja Geld damit. :)
      Aufgeschnitten hab ich meine Matten jedenfalls noch nicht.
      Das andere System von René hat ja Sven (Djmelz) und er holt sich für diesen Winter den Nächsten. Vielleicht möchte er ja einen zerschneiden..... Spaß:)
      Ich für meinen Teil muss mir für meinen 5m Schutz auch etwas überlegen. Es läuft wahrscheinlich auf eine Verlängerung aus mehreren Lagen Malervlies hinaus.
      VG Jürgen

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    • Neu

      Juergen_GC schrieb:

      Da bin ich aber gespannt ob René da etwas verrät, schließlich verdient er ja Geld damit. :)
      Aufgeschnitten hab ich meine Matten jedenfalls noch nicht.
      Das andere System von René hat ja Sven (Djmelz) und er holt sich für diesen Winter den Nächsten. Vielleicht möchte er ja einen zerschneiden..... Spaß:)
      Ich für meinen Teil muss mir für meinen 5m Schutz auch etwas überlegen. Es läuft wahrscheinlich auf eine Verlängerung aus mehreren Lagen Malervlies hinaus.
      VG Jürgen

      Achso, ja? Das war mir nicht bekannt, naja vllt. hat er oder jemand anderes ja trotzdem einen Tipp oder Erfahrungen mit weniger bekannten Materialien. An Kautschukschaum hatte ich nämlich auch schonmal gedacht, als ich die runden Ummantelungen von Heizungsrohren usw. gesehen habe, ist ja quasi wie eine Stammummantelung bei einer Palme bloß in mini ;]

      Wollte mich mal bei Euch Experten umhören ob sich damit jemand besser auskennt und ob das eine echte Alternative wäre.
      Das Zeug ist ja ziemlich teuer, wird aber vom Hersteller mit einem Wärmeleitwert ähnlich Styropor angegeben, da frage ich mich halt ob sich die Anschaffung langfristig lohnt, wenn man dadurch Heizkosten spart (und gleichzeitig noch wasserdurchlässig und diesbezüglich nicht so unvorteilhaft wie Folien ist)...

      Ja, an günstiges Malervlies hatte ich auch schon gedacht, aber hat die nicht so eine Anti-Rutsch Gummibeschichtung an der Unterseite, wäre dann wieder nicht wasserdurchlässig?
      Beste Grüße Tim
    • Neu

      Na dann sollte das ja problemlos klappen. Ich hoffe eines Tages habe ich auch das Problem, mich um den Winterschutz einer so großen Trachy zu kümmern ;]

      Es gab hier ja auch schon die Überlegung, dass es evtl. besser wäre zwischen den Lagen Vlies (oder welchem Material auch immer) eine Art Abstand also mit Luft gefüllten Hohlraum einzurichten, anstatt die Vlies-Schichten direkt aufeinander liegend anzubringen. Durch dieses Luftpolster solle die Isolationswirkung zusätzlich steigen. Ich frage mich allerdings ob das wirklich der Fall ist. Früher wurden Häuser ja oft mit zweischaligem Hohlmauerwerk gebaut, also auch mit Luftschicht zwischen Innen- und Außenwand. Heute macht man das aber nicht mehr, da Wärmebrücken entstehen und die Isolation schlecht ist. Stattdessen werden solche Wände tlw. nachträglich mit Dämmmaterial gefüllt.

      Wie wäre also die beste Lösung für den Winterschutz:

      a) einfach mehrere Lagen Vlies (o.ä.), mehr Lagen = viel hilft viel?
      b) Vlies mit Luftschicht?
      c) Oder (wenn man den Aufwand betreiben will) wäre es vllt. sinnvoll zwei Lagen Vlies mit einem Dämmstoff zu füllen (Styropor-Kugeln, dünne Schaumstoffmatten o.ä.), so dass eine Art Matte mit wasserdurchlässiger Isolationsschicht entsteht?

      Was meint Ihr?
      VG Tim
    • Mein neuer Winterschutz...

      Neu

      Dazu eine kleine Geschichte. Als ich den Schutz für meine Große genäht habe, hab ich innen und außen 180g/m2 Vlies verwendet. Dazwischen 1 Lage Teichvlies , so wie es ihn im Baumarkt gib um die Folie vor Wurzeln zu schützen. Ließ sich beschissen nähen, aber ich konnte noch nie Erfrierungen an den Blättern feststellen, selbst wenn diese anlagen.
      Für meine Wagner hatte ich dann 4 Lagen 220g/m2. Allerdings war das Material schon so steif, daß kaum ein Luftpolster zwischen den einzelnen Lagen war. Das war bestimmt ein Grund das mir Die weggefroren ist. Also Luft zwischen den Schichten ist viel besser. Die alten Bauleute früher waren auch nicht dumm. ;)

      VG Jürgen

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    • Neu

      Interessant!
      Deine beschriebene Vorgehensweise hatte ja schon längst die Feuer- äh... Kältetaufe überstanden und funktioniert super- ich frage mich halt nur ob man mit ein klein wenig Mehrkosten bei Material die Isolationswirkung erhöhen und somit die Heizkosten verringern könnte. Und wenn ja, welches Material.

      Was wäre denn mit diesen Schaumstoffmatten? Die sind flexibel (roll- bzw. biegbar), tlw. wasserabweisend, diffusionsoffen sowie isolierend. Eine Matte PU-Schaum 200x140cm mit 2cm Stärke bekommt man schon ab knapp über 10€/Stk.

      Wenn man die in Vlies einnäht und als Röhrenmantel um die Palme bzw. die Gestellrohre wickelt?
      VG Tim
    • Mein neuer Winterschutz...

      Neu

      Das könnte funktionieren. Diese Matten als Winterschutz fühlen sich ja ähnlich an und sind 20mm dick(gerade mal gemessen). Die Schaumstoffmatten dürfen sich nur nicht mit Wasser voll saugen können. Die kann man, wie bei den gekauften, in dicke Jute einnähen,eine passende Nähmaschine voraus gesetzt.

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