Hanfpalmen bedrohen den Schweizer Wald

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    • Hanfpalmen bedrohen den Schweizer Wald

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      Chinesische Hanfpalmen wachsen auf Basler Boden – das meldete das Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz NLU der Universität Basel in einer Medienmitteilung. In den Waldstücken im Bruderholzquartier seien die Exoten bereits auf einem kurzen Spaziergang zu sehen. Die Befunde der Studie des NLU, die am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wird, sind brisant: Rund 16 Prozent der in siedlungsnahen Basler Waldgebieten vorgefundenen Pflanzenarten sind Neophyten, also von Menschen eingeführte, gebietsfremde Pflanzen.
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    • Nein, Jan.

      Unser Wald wird eher durch Kiefern bedroht, schrecklich diese Monotonie...

      Der Satz ist ja der Hammer:

      Viele der Pflanzen auf der Schwarzen Liste des Bundes – etwa der Kirschlorbeer oder eben die Hanfpalme – sind in Gartencentern frei erhältlich. Dabei dürften diese Pflanzen nicht verkauft werden.


      Volker
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    • Manchmal male ich mir ein Szenario aus, dass es irgendwann verboten sein könnte, Pflanzen zu besitzen, wie sie viele hier im Forum kulitivieren. Sollte so etwas einmal Realität werden, würden viele Gartebesitzer sicher auch gezwungen werden, ihre Palmen zu roden...

      Ist sicher eine extreme Vorstellung - aber wer weiß? Die Staaten in Mitteluropa verdienen mit dem Holz aus ihren Forsten gutes Geld. Wenn sich darin Neophyten wie Hanfpalmen oder Steineichen ausbreiten, gehen Eträge zurück. Und das bedeutet, es gibt wirtschaftliche Interessen, sie zu verbieten. Und wirtschaftliche Interessen haben auf diesem Planeten noch vor nichts Halt gemacht.

      Ich hoffe, ich male zu schwarz und es wird nicht so weit kommen...
      Allerdings: ich habe mal (zur Miete) in einem Neubaugebiet gewohnt, da haben mir die Vermieter (die auch im Haus wohnten), erzählt, dass es eine (kurze) Liste erlaubter Heckenpflanzen gab (ich glaube, es waren beispielsweise keine Nadelbaumarten erlaubt) und in jedem Vorgarten musste eine stattliche Linde gepflanzt werden - selbstverständlich auf eigene Rechnung. Hauptsache alle (privaten!!!) Vorgarten waren von der Gemeinde durchorganisiert. Ob jemandem das gefiel, spielte dagegen keine Rolle. Von solchen Einschränkungen der Freiheit auf privatem Grund und Boden ist es nicht mehr so weit bis zu dem, was ich oben "laut gedacht" habe.

      Matthias
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    • Voll daneben!

      Ich unterstütze die Meinung!


      Wo du hinguckst immer diese blöden Palmen - jetzt auch schon in Basel?:
      Dauert nicht mehr lange und ich muß wohl auswandern!



      Palmen höher als die Berge - wat soll dat?



      Palmenwälder so dicht und dunkel - da wächst keine Stiefmutter mehr drunter!



      Wo sind die Eichen und Buchen geblieben? Nur noch Palmen!



      Selbst da, wo früher ordentliches, schweizerisches Unkraut wuchs, wuchern jetzt diese Ätzlinge!

      Und da, wo früher Gras war gibts jetzt Rasen aus Trachy-Keimen.
      Der volkswirtschaftliche Schaden wegen der Abnutzung der Rasenmäher kann sich doch keiner ausmalen ...

      Gaaanz ährlich ...



      ... da will doch keiner mehr hinn!
      Guat gaon vant Mönsterland Dirk Click for Münster, Deutschland Forecast
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    • Na ist ja wohl der Hammer, jetzt hacken die auf die Palmen los!

      Richtig ist, dass es in der Südschweiz, im Tessin, oft in Wäldern, die nicht allzuweit oben liegen, öfter mal Hanfpalmen, Lorbeerbäume und ein paar andere Exoten mehr zu finden sind. Stellenweise sind es an kleineren Fleckchen auch mal fast "Palmenwälder", worin ganz kleine und auch sonst Hanfpalmen in allen Größen zu sehen sind. Meist sind es ja Stellen, an denen diese Samenstände entsorgt werden, gibt dann halt massig Aufwuchs an jungen Palmen. Klar, an den Stellen kann es schon mal sein, dass einheimische Pflanzen der Platz streitig gemacht wird. Aber, es sind kleine Stellen, siedlungsnah. Irgendwann werden diese Palmen also alle geeigneten Stellen mitbesiedeln. Als Teil der Flora, aber nicht als vorherrschendes Element. Insofern ist dieser Anfang also vielleicht nicht zwingend eine Urkatastrophe für die einheimische Pflanzenwelt. Zumal sowas wie Lorbeer und Hanfpalme ja nun so fremd in Europa auch nicht ist, bis vor Jahrmillionen waren auch solche Pflanzen durchaus einheimisch. Bevor es so kalt wurde, wie es heute ist. Nun gibt sich der Mensch alle Mühe, mit der Atmosphäre ein Experiment zu starten, dessen Ausgang aufgrund der ungeheuren Komplexität der Zusammenhänge wohl vorab nicht zu berechnen ist, damit nur durch das Experiment selbst Klarheit zu finden sein wird. Vermutlich wird es wärmer werden. Was unseren fraglichen "Feinden" einen entscheidenden Vorteil verschaffen könnte. Konkret wird dies der Hanfpalme dann noch mehr Lebensraum schaffen, den sie erobern könnte. Sicher sind dann auch problematischere Fälle dabei, wie Kirschlorbeer. Insofern, als dieser aus der Wurzel wieder austreiben kann. Was die Hanfpalme schon mal nicht schafft.
      Anscheinend liegt dieser Lebensraum dann auch, wie zu sehen ist, auf der Alpennordseite. So ist das dann eben. Wenn da nicht immer die Menschen wären, die denken, reden, doch immer auch tun und selten mal lassen.

      Ist das denn schlimm, wenn unsere einheimische Flora bereichert wird? Das Entwicklungspotenzial einheimischer Arten wird sicher eingeschränkt und ersetzt durch das der neuen Arten. Was wird daraus werden? Wir werden die Evolution beeinflussen! Aber das tun wir doch auch durch den durch uns erzeugten Klimawandel. Also sehe ich diese Diskussion gelassen, zumal sie sowieso nichts von Bedeutung zum Gegenstand hat!
      Wie das?

      Weil es eben weitaus bedenklichere Entwicklungen gibt, deren Verlauf bereits heute schon nicht mehr groß zu ändern sein wird. Was haben wir mittlerweile nicht schon eingeschleppt, an Pflanzen, Tierarten, die deutliche Probleme machen, gerade Schädlinge, da gab es bis jetzt etliche, Obstbau und so. Aber sobald Interessen tangiert sind, wird alles noch schwieriger. Man denke an die Globalisierung, die keineswegs ein Auslaufmodell ist, sondern immer noch weiteren Profit verspricht. Ganz aktuell wieder.
      Also wird noch mancher Dreck eingeschleppt werden, im Namen des Mammons. Chinesischer Marienkäfer, Walnussfruchtfliege, ... jedes Jahr was Neues? Oder wenn an diesen Japanischen Knöterich zu denken ist, der sich wirklich invasiv (!) ausbreitet und schon heute kaum mehr zu stoppen sein wird. Wer ihn kennt, weiß, was gemeint ist. Gerade dadurch sind viele Biotope kurz davor, regelrecht überrannt zu werden. Übrigens so manches Naturschutzgebiet, bis dato noch liebevoll gepäppelt. Dabei hat es eben erst begonnen, doch der Same ist schon überall, zumindest bei uns in der Oberrheinebene, gelegt. Jedes Hochwasser zeigt, dass wir an dieser Front wahrscheinlich verlieren werden. Jede potenziell einmal wachsende Hanfpalme ist dagegen, sei sie auch in einem deutschen Wald stehend, eine absolut, völlig harmlose Erscheinung. Zudem attraktiv, wenn auch inmitten von Fichten und Buchen etwas gewöhnungsbedürftig im Anblick. Doch wenn es stört, einmal umgemacht, ist sie erledigt und der Durst gestillt, oder?

      Damit soll gezeigt werden, dass dieser manchmal religiös anmutende Eifer einiger Umweltschützer unausgewogen erscheint.

      Thomas

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      Zypresse und Hanfpalme zur Weihnachtszeit, aber geht doch auch?
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    • Hallo Thomas,

      Du hast völlig recht!

      Neophyten zu nicht-natürlichen und somit zu bekämpfenden (auszurottenden) Pflanzen zu erklären ist Quatsch.

      In allen Nacheiszeit-Regionen - und dazu gehören Großteile Europas - findet seit 20.000 Jahren eine Neubesiedlung der Fauna und Flora statt.
      Diese Sukzession ist dabei natürlich schlechthin!

      Wollen wir uns zum Ursprung zurück-beamen müssten wir bis auf ein paar Moose, Flechten und Blaualgen alles ausrotten, was sich seitdem erfolgreich angesiedelt hat.

      Anders sieht das aber in fernen und millionen Jahre lang isolierten Lebensräumen aus.
      Dort haben Neophyten unter den selben klimatischen Bedingungen oftmals Vorteile und verdrängen alte endemische Bestände (Australien, Galapagos, Kanaren ...)

      Aber bei Veränderung des Klimas wird es immer auch eine Veränderung der Natur geben.
      Und gerade das ist Natur und nicht irgendein Ist-Zustand von schweizer Bürokraten festgelegt.

      (Nichts gegen Schweizer - ich mag sie sehr!)
      Guat gaon vant Mönsterland Dirk Click for Münster, Deutschland Forecast
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    • Hallo

      Die meisten Pflanzen die man hier findet sind meist eingebürgert ,selbst schon über 100te von Jahren ,um beispielsweise die aus überwiegend Asien ( China,Japan,Korea ) stammenden Ziergehölze zu nennen .
      Wie haben hier auch recht mildes Klima ,aber die Trachy hat es bisher noch nicht gechaftt sich hier auszusäen .
      Würde man hier alles belassen ,ständen hier überwwiegend Ahorn,Birken ,Weiden ,Pappeln und Erlen ,ab und an auch mal eine Eibe ,die aber auch schon zu den eingebürgerten Gehölzen zählt .
      Ab und an vermehren sich schon mal immergrüne Viburnum und Kirschloorbeer,hält sich aber in grenzen
      Schlimm auch hier der japanische Knöterisch und das agresive Springkraut ;)
      Liebe Grüsse aus dem Aachener Raum, René ::w

      ..........don't look back :thumbup: at.wetter.tv: BaesweilerWetter Baesweiler - VorschauWetter Baesweiler - TrendWetter Baesweiler
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