Feigenbaum im Kübel rollt die Blätter ein - was fehlt ihr?

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    • Feigenbaum im Kübel rollt die Blätter ein - was fehlt ihr?

      Hallo zusammen!

      Ich habe folgende Frage: Nachdem nun der Frühling einzug gehalten hat, kamen an meiner Feige in den letzten Wochen sehr schnell die ersten Blätter und Früchte.
      Welche Sorte die Feige ist, weiß ich nicht genau, habe sie im Sommer 2014 aus dem Gartencenter gekauft.
      Das Bäumchen steht bei uns auf dem Balkon in einem Kübel, Richtung Osten. Sie bekommt also die erste Tageshälfte Sonne.
      Jedoch haben sich in den letzten Tagen so gut wie alle Blätter eingerollt und hängen etwas schlapp. (siehe Bilder)
      Ich kann keine Schädlinge feststellen, die Blätter sind einwandfrei grün und fühlen sich auch gut an. Nur optisch macht mir das Ganze eben etwas Sorgen.
      Gestern habe ich sie in einen größeren Kübel (60L) umgetopft, wegen Verdacht auf Staunässe.Und tatsächlich, die Erde im alten Kübel war sehr feucht bis schlammig.
      Ich habe die Feige in den letzten Tagen wohl aus Sorge etwas mehr gegossen, weil ich mir nur auf Grund von Wassermangel die eingerollten Blätter erklären konnte...
      Habe nun Frux Zitrus- und Kübelpflanzenerde verwendet. Diese ist, durch Zugabe von Blähton, sehr locker und verdichtet sich nicht so leicht. Zusätzlich eine Drainageschicht aus Kieselsteinen.


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      Hat jemand Ideen was das Problem sein könnte?

      Ich danke für eure Hilfe!

      Ben
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    • Volker schrieb:

      Hat sie denn die Blätter auf dem Balkon bekommen oder im Zimmer?
      Hi Volker,
      also die Feige stand auch den Winter über draußen auf dem Balkon. Eingewinkelt um den Topf, sowie das Gehölz auch. Wir hatten kaum Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, hier in Baden.
      Und wie gesagt, ihre Blätter bekam sie rasant in den letzten 4 Wochen. Deswegen dachte ich noch, ihr muss es ja gut gehen!

      Und bei der "Notfall-Umtopf-Aktion" gestern, war der gesamte Wurzelballen feucht (zum Glück kein Schimmel sichtbar).

      Bin jetzt einfach verunsichert, ob es ein Wassermangel ist oder nicht?
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    • Es ist ja nicht gesagt, dass es ihr schlecht geht.
      Feigen zeigen solch ein Verhalten wenn die Luft sehr warm ist und gleichzeitig das unterkühlte Wurzelsystem nicht genügend Wasser fördern kann.
      Also nicht unbedingt ein Grund zur Sorge.

      Ich bin nur erstaunt, dass deine Feige schon so weit ist.
      Das ist eine meiner Kübelfeigen, sie stand auch fast den gesamten Winter im Freien.

      DSC_0011.JPG

      Volker
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    • In der Tat bin ich auch erstaunt, wie weit sie mit Blättern und Früchten schon ist! Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass ich vor dem Winter schon die grünen Triebe erkennen konnte, aus denen sich die jetzigen Blätter gebildet haben...

      Was schlägst du also vor? Auf jeden Fall weiter regelmäßig gießen, nehme ich mal an.
      Mit dem größeren Kübel und dem neuen Substrat + Drainageschicht sollte doch schon mal der Staunässe entgegengewirkt sein!
      Kann man sonst noch was gegen ein unterkühltes Wurzelsystem tun?
      *Nachtrag: ich könnte sie 2m verrücken, dann bekäme der Kübel auch mehr Sonne ab...


      Besten Dank soweit!
      Ben
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    • Ben schrieb:

      *Nachtrag: ich könnte sie 2m verrücken, dann bekäme der Kübel auch mehr Sonne ab...
      Das wäre schon einmal von Vorteil und gießen vorerst nur, wenn die Erde wirklich trocken ist.
      Ansonsten , abwarten, mehr kann man nicht tun.

      Volker
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    • Ich habe mir bei Ebay einen Feigenbaum bestellt.
      Angekommen ist ein 80cm hoher Stamm ohne Astverzweigungen.
      Im Baumarkt gibt es für 30 Euro Bäume mit einer wunderschönen Krone. NAJA :(
      Er treibt jetzt oben das zweite Blattpaar.
      Sieht ähnlich aus wie auf dem Foto von Volker.
      2 Fragen!
      1. Ob er unterhalb noch Äste treibt?
      Wäre schön, denn so ist es ein hässlicher Stachel :(
      2. Reifen bei uns die Früchte richtig aus, so das man sie essen kann?

      Gruß Sven

      ebay.de/itm/111632940365

      Ficus carica 'Col de Dame Noir' - Frucht Feige -18°C Pflanze 80cm Feigenbaum


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    • Hallo Ben,

      sehr schöner Feigenbaum.

      Meiner hat zwar schon sehr schöne Blätter aber keine Früchte.

      Wo hast du die Frux Zitruserde gekauft? Ich finde die am Besten, kann sie aber nirgends mehr bekommen.

      @Sven:
      bei meinem ist im ersten Jahr der Trieb abgebrochen, nun wachsen rundherum die Äste, sieht furchtbar aus :thumbdown: .

      Ich mach am Abend mal ein Foto.

      Die ersten Früchte (ca. Juni) reifen immer aus, bei den Zweiten haben wir nicht immer Glück, wie Volker schon schrieb.

      lg
      Andi
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    • @Sven
      Prinzipiell sind sogar recht anständige Feigenernten in Mitteleuropa möglich, vorausgesetzt die Wachstumsbedingungen des Baumes sind gut (warmer, sonniger und geschützter Standort, gute Witterung..) und die Sorte geeignet. Da die Feige eine recht spät reifende Frucht ist (Spätsommer und Herbst) und in Mitteleuropa ab September Wärme und Sonne recht schnell abnehmen, sollte nicht zu spät reifenden Sorten gegriffen werden da ein Teil der Feigen eine geringe Chance hat auszureifen. Das zählt umso mehr in deinem Fall, als deine Feige nicht vollsonnig steht.
      Die Mehrheit der Feigen hat zwar auch eine erste Ernte im Frühsommer (auf dem einjährigen Holz, in Mitteleuropa verschiebt sich diese manchmal in den späten Juli / August), aber das ist fast immer die kleinere der beiden Ernten. Die Haupternte ist die zweite Ernte, auf dem neuen Holz, von der ich weiter oben sprach. Der Anteil liegt meistens bei über 70%, es gibt aber wenige Sorten deren erste Ernte fast 50% ausmacht.

      Nun zu deiner Sorte (Col de Dame). Wenn die Bezeichnung stimmt, hast du eine spät reifende Sorte erwischt die obendrein einmal tragend ist (also keine Ernte auf dem alten Holz hat). Die Sorte ist auch nur bedingt für Topfkultur geeignet. Generell wird Col de Dame sowohl in der Fachliteratur als auch beim Feigenspezialisten Baud ausschließlich für die Freilandkultur und nur in Südeuropa empfohlen. Die -18°C Frosttoleranz sind sehr ambitioniert und sollten wohl verkaufsfördernd sein. Col de Dame gilt in den Anbauländern (Spanien, Südfrankreich..) als qualitativ hervorragende Feige. Du wirst aber leider damit rechnen müssen, kaum etwas oder recht wenig zu ernten..

      Hier ein Link: Pépinières Baud. Une spécialité, le figuier. Notre catalogue de figuiers : Col de Dame noir

      Grüße
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    • Hallo Sven,

      ich gehe davon aus dass die Feige im Topf bleiben soll, was die Wahl etwas einschränkt. Es gibt aber ein paar Sorten, welche..

      a) 2 Ernten haben. Der Vorteil dabei ist, dass du wenigstens auch in schlechteren Sommern eine kleinere Ernte haben kannst, wobei der Ertrag bei diesen ersten Feigen im Container oft recht schwach ist).

      b) bei den Herbstfeigen früher dran sind

      c) für die Kultur im Container geeignet sind (das sind mehr oder weniger die kleiner bleibenden Sorten)


      Mir fallen hier ad hoc ein (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
      Negronne, Madeleine des deux Saisons, Brown Turkey, Brunswick, Longue d'aout, Dalmatie, Dorée, ev. Hardy Chicago.
      Wobei ich aus eigener Erfahrung nicht alle empfehlen kann. Für die Topfkultur würde ich hier Longue d'aout hevorheben. Sie ist eine gute Allroundfeige. Schmackhaft ohne hier die beste zu sein, unproblematisch in der Kultur, eher früh und verhält sich gut im Container. Bei den anderen gibt es Nachteile.

      Pépinières Baud. Une spécialité, le figuier. Notre catalogue de figuiers : Longue d'août

      VG
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    • Hi.

      Mit "Brown Turkey" bin ich nicht ganz so zufrieden, sie bildet zwar Sommerfeigen am alten Holz, doch werden aus einigen plötzlich Triebe.
      Die Herbstfeigen werden oft nicht reif und wenn doch, schmecken sie fade.
      Der Baum ist ausgepflanzt und recht winterfest.

      DSC06215.JPGDSC06216.JPG
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    • Hallo Volker,

      es ist in der Anfangsphase nicht immer leicht zwischen den "Knubbeln" zu unterscheiden, welche später Sommerfeigen werden und manchen Knospen (Augen). Ich habe mit BT keine persönliche Erfahrung, aber es gibt auf jeden Fall "frühere" Sorten. Als ihr großer Vorteil gilt die Frosthärte und der zuverlässige Ertrag. Als Nachteil wird oft der gegenüber anderen Sorten abfallende Geschmack der Früchte angegeben. Die BT die ich gekostet habe schmeckten alle klar besser als die Importe die man im Spätsommer und Herbst im Supermarkt bekommt, aber kamen auch meiner Meinung bei weitem nicht an Sorten wie etwa Ronde de Bordeaux, Negronne, Hardy Chicago oder Madeleine (und andere) heran.

      Grüße
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    • Philippus schrieb:

      es ist in der Anfangsphase nicht immer leicht zwischen den "Knubbeln" zu unterscheiden, welche später Sommerfeigen werden und manchen Knospen (Augen).
      Das stimmt.
      Sie ähneln sich sehr.

      Das dürfte eine Feige werden.

      DSC06215_frucht.jpg

      Das ein Zweig.

      DSC06215_zweig.jpg

      Nun, ja,
      eine Supermarktkfeige kommt in keinem Fall an den Geschmack einer frisch vom Baum geernteten Feige heran, allerdings schmecken sie in Südeuropa weit besser als bei uns geerntete Feigen.
      Information
    • Volker schrieb:

      Nun, ja,
      eine Supermarktkfeige kommt in keinem Fall an den Geschmack einer frisch vom Baum geernteten Feige heran, allerdings schmecken sie in Südeuropa weit besser als bei uns geerntete Feigen.
      Ich muss sagen dass die Feigen bei mir eigentlich praktisch die Qualität der im Süden erreichen (zB Negronne). Das betrifft nicht nur die Blütenfeigen, sondern auch die Herbstfeigen - da jedoch nur die früheren. Den späteren fehlt dann wohl Sonne und Wärme, zudem wird die Haut mit zunehmend feucht-kalten Nächten etwas dicker.
      Die Erntezeit setzt natürlich später ein (die erste Ernte um gut zweieinhalb Wochen, die zweite um ca. 4 Wochen) und der Ertrag ist selbstverständlich geringer (vor allem im Herbst, da die letzten Feigen hier nicht mehr zur Reife gelangen).

      Vielleicht liegt es bei dir auch an der BT, die wie gesagt nicht als die beste gilt oder vielleicht bei dir nicht das volle Aroma entwickelt, warum auch immer.

      Grüße
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    • Meine Feige ist seit Anfang der 80er ausgepflanzt
      und seitdem 3 mal komplett zurückgefroren (ebenerdig) .
      Die letzten Jahre war immer "Spätfrost" und dadurch
      hatte ich wenig bis keine Ernte.
      Gestern war FrostAlarm und ich habe die Feige
      mit einem Flies geschützt, war aber nicht nötig,
      heute morgen um Sieben warens um die 4 Grad plus.
      Aber wie sagt der Biker, ... besser schrauben als nachher
      schieben :D

      lg.RudiP1010190.JPGP1010188.JPGP1010189.JPG
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    • Hier habe ich das Bäumchen gepflanzt.
      Leider nicht viel Platz, die Krone kann max. einen Durchmesser von 1Meter haben.
      Ich habe absolut keinen Platz mehr im Garten.
      Davor habe ich Gladiolen gesteckt und links und rechts daneben kommen Sonnenblumen
      (wegen der MDR JUMP Sonnenblumenwette)
      Wie hoch ich ihn wachsen lasse muß ich mal sehen, ich denke etwas höher als die Hecke.

      SAM_3841.JPGSAM_3835.JPGneu [Desktop Auflösung].jpg
      Eine Beetumrandung wird noch gemacht, aus kleinen Pflastersteinen.
      Aus einem Pflasterstein mache ich 8 Stück. Sieht gut aus so kleine.
      So wie hier:
      20150426_121534.jpg
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