Frage wegen Bambus-Umpflanzung - wie aggressiv sind Rhizome?

    • Frage wegen Bambus-Umpflanzung - wie aggressiv sind Rhizome?

      Guten Morgen zusammen,

      Wir haben auf unsere Terrasse einige Kübel mit Bambus stehen.
      Jetzt möchte ich dies aber umpflanzen.
      Anbei ein Bild.
      Und zwar möchte ich auf die unteren Pflanzringen eine Wand hochziehen, etwas bis zur Höhe Mitte der beiden Brettreihen, dies mit einer Folie auskleiden, Erde hineinfüllen und den (schwarzen) Bambus hineinsetzen.
      Der hätte dann auf jeden Fall etwas mehr Platz als in den Kübeln.
      Ich weiß, die Rhizome gehen durch Folien durch, was aber nichts macht, denn die Pflanzringe sind meist mit Beton gefüllt. Die Terrasse an sich hat als Untergrund Recyclingmaterial, sprich kleingeschredderter Bauschutt.
      Die Frage ist können die Rhizome wirklich auch durch kleine Betonritzen durch und auch durch das Recycling?
      Notfalls müsste ich hier noch mit Beton dicht machen.
      Würde mein Vorhaben überhaupt funktionieren?

      Danke und Grüße
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    • Mista.B schrieb:

      Hi.
      das sehe ich auch so. Der Bamboo wird sich seinen Weg suchen.

      Auspflanzen würde ich nur mit einer vernünftigen Rhizomsperre.

      Nächstes Jahr will ich auch einen Phyllostachy auspflanzen.
      Das muss ich aber noch vorbereiten.
      So, wir haben uns jetzt überlegt Fargesia, also Bambus zu nehmen, der keine Rhizome bildet.
      Und zwar suchen wir eine Sorte, die auf jeden Fall schnell wächst und auch schön blickdicht macht.

      Welche Sorten könntet ihr uns empfehlen?
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    • Ich hatte vor einigen Jahren einige sehr große rhizombildende Bambusse im Garten. Ich hatte anfangs keine Rhizomsperre eingebaut. Die Rhizome sind bei mir ohne Probleme unterirdisch bis zu 5 Metern gewachsen und irgendwo in Beeten oder Rasen herausgekommen. Dieses Treiben der Bambusse war nicht mehr zu stoppen.
      Ich habe dann mit viel Mühe und eine Landschaftsgartenbaufirma die Bambusse ausgraben lassen und nach Einbau eine Rhizomsperre wieder einsetzen lassen.
      Die Rhizomsperre hatte eine Höhe von ca. 70-80cm und einer Dicke von 3mm. Der Durchmesser des Rhizomsperrenkreises war etwa 1,5 bis 2 Meter.
      Dies hat auch gut funktioniert und es hat kein Rhizom unterirdisch die Rhizomsperre unterlaufen. Der Bambus hat sich vielmehr oberirdisch einen Weg gesucht, die Sperre zu überwinden.
      Dies ist zwar besser zu kontrollieren aber auch nicht so toll, wenn man ständig die Ausbruchversuche des Bambus unterbinden muss.
      Ich habe keine Zweifel, dass die Kraft des Bambus ausreicht, Mauerwerk zu durchdringen und großen Schaden anzurichten.
      Ich habe mich letztendlich von meinen großen Bambuspflanzen getrennt aber aus anderen Gründen. Für meine Bambusse war die Rhizomsperre mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,0 Metern nur anfangs ausreichend.
      Die Pflanzen wurden immer größer und hatten zunehmend Schwierigkeiten sich aus dem zur Verfügung stehenden Erdreich mit Wasser zu versorgen. Es kam dadurch im Laufe der Jahre vermehrt zu Trockenschäden an Blättern und Halmen.
      Irgendwann ist der Sperrkreis zu klein und die Pflanze hat Schwierigkeiten sich zu versorgen.
      Wenn man solche Sorten über viele Jahre kultivieren will, muss man ihnen schon sehr viel Platz zum Ausbreiten und leben einräumen.

      Rhizomtreibende Bambussorten, wenn starkwüchsig, sind daher m.E. nur eine "Liebe auf Zeit".

      LG
      Peter
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    • Hallo,
      Ich habe bei mir einen stattlichen Bambus stehen, weiß aber nicht was es für einer ist. Er wurde vor langer Zeit als kleineres Exemplar gepflanzt. Der Boden ist schwer und tonig. Ich gieße ihn so gut wie nie, düngen auch nicht. Von Wurzelsperre hatte ich damals keine Ahnung, dementsprechend ist auch keine vorhanden. Er ist gut gewachsen und hat bis jetzt nur zwei, drei Ausläufer gebildet. Vielleicht ist es ja doch ein horstbildender. An mehreren Stellen im Garten habe ich einen breitblättrigen, und der treibt ordentlich Ausläufer ( auch da war beim einpflanzen damals an Wurzelsperre nicht zu denken). Die Ausläufer kappe ich regelmäßig, bis jetzt bin ich damit ganz gut zurecht gekommen. Im Herbst habe ich einen ausgegraben (mit einem anderen großen Gehölz verwachsen). Das war eine wahnsinnsarbeit. Meine "Bambüsse" möchte ich aber niemals missen. Sie machen mir immer wieder Freude. ( Das war jetzt als "Neuer" hier mein erster Beitrag und evtl. etwas am eigentlichen Thema vorbei, passte aber von mir aus gerade mal ganz gut).
      Gruß
      DieS

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