Hilfe bei Auspflanzung Olivenbaum "Olea Europaea"

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    • Hilfe bei Auspflanzung Olivenbaum "Olea Europaea"

      Hallo Leute,

      als stiller und begeisterter Mitleser in diesem Forum habe ich mich dazu entschlossen hier im Forum anzumelden, da ich nun einige Tips und Ratschläge brauche. Ich möchte mich noch kurz vorstellen. Ich heiße Frank, 40 Jahre alt und wohne im Saarland. Ich bin Polizeibeamter, verheiratet, 2 Kinder. Im Jahr 2012 haben wir eine Stadtvilla im mediterranen Stil gebaut. Der mediterrane Flair gefällt uns einfach. Als ich vor kurzem in die Metro einkaufen war, fielen mir sofort die dort ausgestellten Olivenbäume auf - wunderschöne Exemplare. Preislich waren alle Kategorien vorhanden. Ich habe mich für eine Olea Europaea entschieden. Der Baum ist ca. 220 cm hoch und der Stammumfang schwankt zwischen 40 - 43 cm. Der Umfang des Wurzelballens beträgt ca. 175 cm.
      Der Baum steht momentan noch in einer "Speissbütt".
      Da ich keine Möglichkeit habe den Baum im Winter hell und kühl unterzustellen, wollte ich mich nun an die Auspflanzung im Garten machen. Ich habe ihn eine Stelle im Garten gesucht, wo er den ganzen Tag die Sonne abbekommt. Die Hauswand ist ca. 6,50 m entfernt.
      Ich habe nun ein Loch mit den Maßen L: 1,25 m x B: 1,10 m x H: 0,90 ausgehoben und wollte das perfekt für den Baum aufbauen.
      Mein Plan für den Aufbau des Lochs sieht momentan wie folgt aus:
      - Zunächst eine Schicht mit 10 cm Drainageschotter /-splitt
      - Darauf verlege ich entlang des Rands ein gelbes, eingevliestes Drainagerohr mit einem Steigrohr zur Oberfläche - so kann ich ggfls. im Winter die Wurzeln "von oben" direkt bewässern
      - Das Drainagerohr wird dann mit einer weiteren 30 cm Schicht Drainageschotter /-splitt überdeckt. > unter dem Baum befindet sich dann schon mal ein 40 cm Kiesbett.
      - Auf das Kiesbett kommt ein Drainvlies damit dies vor Versandung / Dreck geschützt ist
      - Auf das Drainvlies kommt dann eine Schicht aus Mutterboden, Sand und Hornspäne
      - Jetzt nehme ich den Baum aus der Bütte und stelle ihn mittig in das Loch auf das v.g. Erdgemisch
      - Zum Rand hin habe ich ja nach allen Seiten noch viel Platz, den ich zunächst mit 10 - 12 cm dicker Perimeterdämmung verkleide
      - Dann wird der Wurzelballen mit einem Heizkabel umwickelt
      - Die Heizschleifen werden dann mit Styroporfolie eingewickelt
      - Den Raum zwischen der Perimeterdämmung und der Styroporfolie verfülle ich wieder mit dem Mutterboden / Sandgemisch und drücke diese fest an, damit der Baum gut steht.
      - Zum Schluss wässern

      Soweit meine Gedanken wie ich dem Baum einen winterharten Boden verschaffen will.

      Wäre es vielleicht sogar besser den Baum in der Speisbütte (am Boden sind Löcher) zu lassen und ihn mit dieser in das Loch zu setzen ? Die Heizschlangen würde ich dann um die Speisbütte wickeln.

      Ich bin für alle Anregungen und Tips dankbar.

      Zu dem Heizkabel (welche Länge, Leistung, Verlegeabstand usw ) und weiteren Möglichkeiten ihn winterfest einzupacken, kann ich noch keine Angaben machen.
      Gibt es für das Heizkabel Anbieter - Empfehlungen ?

      Anbei noch ein paar Bilder.

      LG für Euch und noch ein schönes Rest-WE
      Frank




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    • Hallo Frank,
      Herzlich Willkommen im Forum.

      Meine Frage ist jetzt erst einmal, ob es in deiner Region wirklich so kalt wird, das du eine Heizung im Wurzelbereich brauchst.

      Zu deinem momentanen Plan mit Heizeffekt kann ich nicht direkt was sagen, weil ich bei meinen Olivenbäumen keine Heizleitung im Wurzelbereich habe.

      Hast du bei deinem Vorhaben an den Badewanneneffekt gedacht, sofern es in der Region relativ viel regnet und der Boden nicht sonderlich durchlässig ist.
      Hast du eine Möglichkeit , wenn das Heizkabel defekt wäre, es ohne großen Aufwand auszutauschen?

      Lg Romy
    • Hallo Frank

      Auch von mir ein Willkommen im Forum

      Das schaut ja schon alles sehr gut aus was Du da vorhast, also aus dem Topf würde ich Ihn auf alle Fälle nehmen, ich habe meine Olive vor ca 9 Jahren in den Vorgarten gepflanzt und diese ohne Heizung, allerdings mit einem Palmenzelt. Bei uns gab es Winter mit kurzfristig -18 Grad in der Nacht, einen Winter hatte ich Sie nicht eingepackt, da musste ein radikaler Rückschnitt gemacht werden. Ansonsten hatte ich den Olivenbaum nicht beheizt, und im Winter eher trocken gehalten.

      Zu den Heizkabeln verwende ich ich immer Dachrinnenheizkabel die ich mir meterweise selber zusammen baue, 60 Watt am lfm, selbstregulierend, die funktionieren sehr gut.

      Die zwei Fotos sind gerade aufgenommen, also von heute


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      Das Foto ist aus dem Jahre 2017 wo ich den radikalen Rückschnitt machen musste weil es einfach ohne Schutz zu kalt war


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      .Diese Fotos sind aus 2011 wo ich den Baum eingepflanzt worden ist
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      Und die Winter Verpackung dazu, die mir bei etwas Sonne schnell ein paar + Grade ind das Zelt bringt.

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      LG Stefan
    • Hallo.

      Vielen Dank für eure Antworten. Habe bis eben weiter an dem Loch für den Olivenbaum gearbeitet. Ich habe heute Mittag Drainageschotter eingefüllt. Somit ist später unter dem Baum eine dicke Drainageschicht.
      Unser Grundstück wurde mit der Erde vom Kelleraushub aufgefüllt. Das war so schmieriger Lehm der kaum Wasser durchlässt. Je tiefer ich gegrabt hatte, desto nasser war der Boden. Deshalb habe ich fast 1 Kubikmeter Erde ausgehoben. Wie beschrieben ist jetzt ne 35 cm dicke Drainageschicht im Loch. Auf diese lege ich ein Vlies und darauf kommt dann neue Erde mit Sand und Hornspäne.. Ich hoffe dass ich damit dem Badewanneneffekt vorbeugen kann. Mit dem alten feuchten Lehmboden wären die Bedingungen bestimmt schlechter gewesen..

      Wow was für ein toller Baum Brunotrixi. In dieser Größenordnung konnte ich mir keinen leisten.. die knorrigen Dinger sind so wunderschön. Ich hoffe meiner schafft es auch sich bei mir im Garten zu akklimatisieren.. Ich wohne übrigens in 66571 Eppelborn, also im südwestlichen Raum. Leider haben wir eine Nordterrasse. Ich habe den Baum deshalb ca. 6 m vom Haus weg gesetzt damit er wenigstens stets in der Sonne stehen kann. Ab und zu muss er dann auch mal mit Ostwind kämpfen..

      Ich werde ihn dann auf jeden Fall aus dem Kübel nehmen und in die neue Erde setzen. Eine wurzelheizung mache ich jetzt definitiv. Sicher ist sicher.

      Wenn es dann Richtung Winter geht befasse ich mich mit einem Zelt und einer Stammheizung.. werde dann wohl noch einige Fragen hier stellen..

      Ich stelle morgen wieder Fotos vom Fortschritt des Lochs ein und halte euch auf dem laufenden.

      Allen einen schönen Abend.

      Lg Frank
    • Hallo

      Oliven-Franz1980 wrote:

      Bis wie viel cm würdet ihr ihn mit dem Stamm in die Erde setzen ?
      Gar nicht! Der Stamm von Bäumen darf nicht im Boden versenkt werden, der Wurzelansatz sollte maximal direkt unter der Erdoberfläche, besser noch oberirdisch zu sehen sein. Schau dich mal in einem Wald um: da wirst du überall die Wurzeln der Bäume sehen.

      Bei der «Brandspur» befürchte ich ein Schaden durch holzzersetzende Pilze. Sowas geht leider in der Regel nicht gut für den Baum aus … :/

      LG
      Vroni
    • Guten Abend.

      Die Arbequina steht seit ein paar Tagen in ihrem Beet.
      Auf die Kiesschicht habe ich rund um den Beton noch ein Drainage gelegt mit einem abgehenden Rohr nach oben.
      So kann ich direkt die Wurzel bewässern und/ oder mal schnell nach Stauwasser guggen.
      Um den Wurzelballen habe ich ein 4 m langes Heizkabel gelegt.
      Trafo und Strom sind wasserdicht im Beet verstaut.
      Über die Erde, ein Gemisch aus Hornspäne, Sand und Mediterranerde, habe ich eine Schicht Lavasplitt geschüttet.
      Ich hoffe der Baum wird sich hier gut akklimatisieren können.

      Bitte schaut euch mal die gelben Blätter an. Und im Beet liegen ein paar Blüten oder wie man das nennt..
      Ist das ein Hinweis auf ein Mangel?

      LG
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    • Hallo Leute,

      da bei uns jetzt keine Minustemperaturen mehr anstehen, haben wir den Olivenbaum aus seinem Wintervlies inkl. Stammheizung befreit. Er hat wenig Blätter verloren. Kleinere Äste wurden abgeschnitten und darunter war es saftig grün, was erstmal gut ist..
      ABER:
      Als ich mich hier angemeldet hatte, hatte ich Bilder vom Stamm eingestellt und gefragt, ob jemand was zu den augenscheinlichen "Brandspuren" was sagen kann. Es kam sogar der Hinweis, auf einen Pilsbefall.
      Ich habe mir den Stamm jetzt mal genau angeschaut und musste nun erschreckend feststellen, dass die Rinde am Stamm unterhalb des Kronenansatzes stark aufgeplatzt ist und sich am darunterliegenden Holz eine schwarze Schicht befindet..
      Ich habe dann mal nach Rußanhaftungen am Baum gegoogelt und bin auf die "Rußrindenkrankheit" gestoßen.. Es handelt sich um einen Pilz, der sogar noch als gesundheitsschädlich gilt, wenn man die Sporen intensiv einatmet. Ich habe Bilder zum Forstamt weitergeleitet, mit der Bitte um eine Einschätzung und ob man was dagegen tun kann.
      Was würdet Ihr an meiner Stelle tun ? Ich will den Verkäufer (METRO) mal damit konfrontieren..
      LG
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    • Hallo,

      vielleicht reagiert der Verkäufer ja kulant. Ob er aus rechtlichen Gründen Schaden erstatten muss, kann ich nicht beurteilen. Die Frage dabei könnte sein, ob glaubhaft ist, dass der Pilz schon beim Verkauf im Baum gelebt hat. Dass ein Baum mit solchen Sporen infiziert ist, lässt sich wahrscheinlich kaum vermeiden. Sie keimen aber erst dann aus, wenn die Bedingungen für sie günstig werden. Das bedeutet in der Regel, dass es sich auf der anderen Seite um Bedingungen handelt, die für den betreffenden Baum nicht günstig sind. Ein beheizter eingewickelter Stamm im Freiland ist sicher eine sehr spezielle Bedingung, in der das Risiko, dass etwas passiert, was unter halbwegs natürlichen Bedingungen nicht passiert wäre, hoch ist - leider...
      Du schreibst ja, dass die Sporen erst bei intensivem Einatmen gesundheitsschädlich werden können. Anscheinend ist das zum Beispiel bei Forstarbeiten in stark infizierten Beständen möglich. Insofern würde ich vermuten, dass Du den Punkt nicht sehr kritisch sehen musst, es sei denn Du atmest die Sporen bei trockenem Wetter in unmittelbarer Nähe am Stamm ein und das womöglich über einen gewissen Zeitraum.

      Gruß
      Matthias
    • Ich habe den Rußpilz auch von Anfang an an meinen beiden großen Olivenbäumen (mitgekauft). Er geht einher mit aufgeplatzer Rinde. und absterben der "verrußten" Stellen. Ich hatte den Pilz auch einmal an einem sehr großen Benjamin, der sich im Winterquartier durch massenhaft Schildläuse feuchten Standort den Pilz eingefangen hat. Beim Benjamin habe ich seinerzeit durch ein Kupferspritzmittel und Verbesserung der Haltungsbedingungen den Pilz weg bekommen.
      Da ich in der Vergangenheit nahezu meine Urlaube immer in der Toskana und Venetien verbracht habe, habe ich mich dort auch die Olivenbäume näher angesehen. Der Ruß und abgeplatze Rinde mit abgestorbenen Zweigen ist dort ebenfalls häufig anzutreffen.
      Ich gehe davon aus, dass der Pilz mit seinen Folgen einfach durch nicht optimale Haltungsbedingungen (zuviel Hitze oder Feuchtigkeit) entsteht. Vielerorts wird dies einfach toleriert, da der Baum an den nicht befallenen Zweigen weiter treibt und fruchtet.
      Wenn man sich sehr alte Olivenbäume einmal ansieht, entdeckt man, dass von dem eigentlichen Ursprünglich Hauptstamm der Oliven nicht mehr viel übrig ist. Dort sind häufig große Löcher, die darauf schließen lassen, dass der ursprüngliche Haupttrieb des Baumes vermorscht und vermodert ist und der Baum durch andere Wachstumsbahnen, die sich im unteren Bereich des Hauptstammes gebildet haben, weiter oben neu austreiben.
      Ich gehe davon aus, dass Du mit dem Ruß leben musst zumindest mit den verfärbten Stellen.
      Die Gesundheitsschädlichkeit des Pilzes mag empfindliche Naturen ängstigen, andererseits umarme ich nicht regelmäßig den Stamm meiner Olivenbäume. Die Gefahr wird m.E. einfach zu hoch gehängt. Ich bin selbst Asthmatiker und habe bisher keine Auswirkungen erkennen können.
      Schaffe dem Baum optimale Bedingungen und freue Dich wenn er Dir zeigt, dass es ihm gut geht. Nobody is perfect, das gilt auch für Pflanzen!
      Grüße aus Nürnberg

      Peter