Citrus-Bock-Käfer

    • Citrus-Bock-Käfer

      Hallo allerseits, folgende Meldung wurde vom Pflanzenschutzamt Hamburg in der vergangenen Woche herausgegeben:

      aktuelle Pflanzenschutzinformationen für den Garten- und Landschaftsbau vom 02.07.2008

      Schädling an Zierbäumen aus Asien aufgetaucht

      Pflanzenschutzamt bittet Hamburger um Mithilfe
      (bwa) In Bayern und Nordrhein-Westfalen schlüpfte
      er aus neu gekauften Fächerahornbäumen: der
      Citrusbockkäfer, Anoplophora chinensis. Er zählt in
      seiner asiatischen Heimat zu den gefährlichsten
      Schädlingen und taucht vor allem an Zitruspflanzen,
      aber auch an verschiedensten Laubbäumen auf.

      Die befallenen Pflanzen stammen aus dem Bestand
      einer großen Supermarktkette, die im Mai 2008 mehr als

      100.000 Fächerahornbäume deutschlandweit verkaufte.
      Die Bäume sind mit der Bezeichnung „Acer palmatum“
      ausgezeichnet. Es ist zu befürchten, dass auch Bestände
      aus 2006 und 2008 befallen waren und in Gärten
      oder Terrassen angepflanzt wurden. Der Schädling
      könnte sich auf diesem Weg ausbreiten und heimische
      Pflanzen befallen. Das Hamburger Pflanzenschutzamt
      bittet daher alle Personen, die in den letzten Monaten
      junge Acer palmatum in einer Baumschule oder einem
      Super- oder Baumarkt gekauft haben, ihre Pflanzen ab
      sofort mehrfach wöchentlich auf Spuren von Bohrspänen,
      Ausbohrlöchern bzw. Käfer (siehe Bild) zu kontrollieren.
      Bei einem Befall sollte der komplette Baum inklusive
      Topf oder Wurzel in einem stabilen Müllsack gut
      verschlossen werden. Gefundene Käfer müssen eingefangen
      werden, um zu verhindern, dass sie sich ausbreiten
      und heimische Bäume befallen. Die Käfer können
      bis zur Übergabe in einem verschließbaren Glas aufbewahrt
      werden. Ein Befall oder Befallsverdacht sollte
      umgehend an das zuständige Pflanzenschutzamt gemeldet
      werden:

      Die Larven des Citrusbockkäfers leben ein bis zwei Jahre
      versteckt im Holz der Bäume. Befallene Bäume sind
      deshalb oft erst an den runden, ein bis 1,5 Zentimeter
      großen Löchern in der Nähe der Wurzeln zu erkennen,
      aus denen sich die Käfer aus dem Holz herausbohren.
      Vor dem Schlupf der Käfer kann man teilweise auch
      Bohrspäne am Stammfuß, auf der Erdoberfläche oder
      im Bodenstreu sehen. Der Hauptflug der Käfer beginnt
      in Deutschland jetzt im Juni.

      Der Citrusbockkäfer steht in der Europäischen Union
      seit vielen Jahren auf der Liste der Schadorganismen,
      die nicht in die Mitgliedsstaaten der EU eingeschleppt
      werden dürfen und deren Ausbreitung innerhalb der EU
      verhindert werden muss. Der Käfer befällt viele hiesige,
      auch völlig gesunde Laubbäume wie Ahorn, Buche,
      Weide, Birke, Platane, Haselnuss, Rosskastanie oder
      Apfelbäume und kann sie zum Absterben bringen. Die
      jetzt verdächtigen Pflanzen stammen aus einer im Dezember
      2007 aus China in die Niederlande eingeführten
      Sendung bzw. zum Teil aus einer Baumschule in den
      Niederlanden. Dort wurden nach ersten Funden des
      Käfers die Kontrollen seit Anfang des Jahres massiv
      verstärkt.

      Wenden Sie sich bei Befallsverdacht oder Fragen
      zum Thema bitte an das zuständige Pflanzenschutzamt
      Weitere Informationen erhalten Sie bei der Pflanzenschutzberatung.

      Auch unter pflanzenschutzamt-hamburg.de finden Sie Informationen und Bilder zu aktuellen und
      allgemein häufigen Pflanzenschutz-Themen


      hier noch ein Link zu der Thematik:
      forstschutz.nrw.de/Infomeldung…ock/2_2008_Citrusbock.pdf
      André, im plattem Norden, Zone T3, USDA 8a & 8b

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    • nun, die Sorge der zuständigen Stellen wird wohl auch nicht gänzlich unbegründet sein.

      Den in Frankreich aufgetretenen Fall hat man wohl, dankmassiver Maßnahmen, eliminieren können.

      In Italien hingegen soll, dem Vernehmen nach, bereits eine Fläche von gut einhundert Quadratkilometer befallen sein.

      Beste Grüße

      André
      André, im plattem Norden, Zone T3, USDA 8a & 8b
    • Original von geloeschter
      ...In Italien hingegen soll, dem Vernehmen nach, bereits eine Fläche von gut einhundert Quadratkilometer befallen sein...


      <a href='http://www.smilietv.de'><img src='http://www.smilietv.philaforum.com/upload/58/1207769759.gif' border='0'></a>Na, das fehlt mir noch, komm ja kaum gegen meine Wühlmäuse an...<a href='http://www.smilietv.de'><img src='http://www.smilietv.philaforum.com/upload/58/1207769491.gif' border='0'></a>
      Gruß Tobi - NRW -

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