Maulbeerbaum (Morus alba, ribra, nigra)

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    • Kleine Anekdote - Moral y Morales

      Hallo Tobi, hallo Volker,

      kleine Besserwisseranekdote :D :thumbsup: : :CC-

      Auf La Gomera im Valle Gran Rey gibt es eine Ortschaft, die "Casas de la Seda" (Häuser der Seide) heißt.
      Fast alle der ca. 20 Einwohner haben einen Namensteil mit "Morales" oder heißen sogar "Morales-Morales".

      Was hat das mit Maulbeerbäumen zu tun? Viel!
      Seidenraupen fressen ausschließlich Blätter vom Maulbeerbaum, und Maulbeerbaum heißt auf spanisch Moral und Leute, die Maulbeerbäume hegen, um Seide zu erzeugen sind eben die Morales.
      Die Moral (wie bei uns) gibt es aber auch im Spanischen - was könnte jetzt der Maulbeerbaum mit Moral zu tun haben?
      Vielleicht legt einer einen drauf, und sagt's mir, denn ich weiß es nicht!
      Könnte vielleicht was mit dem unbefleckten Weiß der Seide oder der weißen Blüte zu tun haben?
      Guat gaon vant Mönsterland Dirk Click for Münster, Deutschland Forecast
    • Trachy-Dulmensis schrieb:

      Könnte vielleicht was mit dem unbefleckten Weiß der Seide oder der weißen Blüte zu tun haben?
      Das muss dann wohl an dem unbefleckten Weiß der Seide liegen, denn Maulbeerbäume blühen grün.

      Nur was machen die auf La Gomera mit den vielen Früchten?
      Irgend einen Fusel?






      Volker
    • Hallo Volker,

      ich wohne an einer Straße mit Maulbeerbäumen, und die blühen gerade alle sehr üppig - nicht gerade strahlend weiß aber in einem creme-weiß.
      Andere Art? Aber ich kenne die eigentlich schon immer nur so!

      Gomera-Schnaps aus Maulbeerbaum?

      Keine Ahnung, ob es das hier jemals gab und wie das schmecken könnte!
      Hier gibt es den Gomerón, eine Art Met aus dem Palmensirup der Phoenix canariensis (miel de palma), der sehr lecker schmeckt und auch gut zu Pudding etc. passt.

      Aber zurück zum Maulbeeranbau auf dieser einst verarmten Insel:

      La Gomera war ja noch bis 1834 quasi eine Sklaveninsel, und nach der Befreiung musste jeder selber sehen, wie er klar kam.
      Man versuchte es erst mit Zuckerrohr, wie auf den karibischen Sklaveninseln, später mit Wein und bis heute mit Plátanos, den kleinen schmackhaften Dwarf-cawendish-Bananen. Zwischendurch experimentierte man aber eben auch mit Seidenproduktion und mit Koschenille, dem roten Farbstoff der Opuntien-Blattlaus.
      Dazu wurden die Opuntien sogar aus Amerika importiert und extensiv ausgewildert.
      Aus den getrockneten und zerstoßenen Läusen wurde dann Koschenille-Karminrot gewonnen, dass z.B. in der chinesischen Lackmalerei, in Lippenstift oder auch im Campari seine Abnehmer fand.

      Mir ist kein einziger existierender Maulbeerbaum hier im VGR/La Gomera in Erinnerung! Nur die Morales gibt es halt noch!

      In drei Wochen schaue ich aber mal genauer nach - dann ist es auch mal wieder Zeit!

      !Saludos!
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