Angepinnt Trachycarpus Fortunei u. Wagnerianus im Winter

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    • Trachycarpus Fortunei u. Wagnerianus im Winter

      Trachycarpus Fortunei u. Wagnerianus im Winter
      In diesem Beitrag möchte ich eine kleine Hilfestellung für diejenigen geben, die sich noch nicht lange mit dem Thema Trachys und Winterschutz beschäftigt haben und zählt nur ein paar wesentliche Grundlagen auf, die dem besseren Verständnis dienen sollen.
      Meinen bisherigen Wissensstand habe ich aus der Literatur von Stähler, Larcher und Spanner bezogen und die möchte ich hier kurz einmal zusammenfassen.
      Vielleicht ist ja auch für den erfahrenen Exotenfreund etwas Interessantes dabei und eine rege Diskussion im Anschluss wäre wünschenswert.

      Die T. wagnerianus
      ist keine eigene Art, sondern lediglich ein Synonym für T. fortunei, da sie sich eben nicht in drei stabilen Merkmalen deutlich von Fortuneii abgrenzen lässt. Sie ist in der Tat nur eine Kulturform der T. fortunei.
      Schon in der Erstbeschreibung durch O. Beccari (1915) unter dem Namen Trachycarpus wagneriana hatte Beccari den Zusatz (hort.) gesetzt, was diese Art als gärtnerische Form auswies, weil sie halt nur in Gärten anzutreffen war (China und Japan). Die Blätter sind insgesamt kleiner und dadurch härter und die männlichen Blüten haben Zwillingsantheren, was man aber nur mit der Lupe erkennen kann. In seiner Genanalyse wurde festgestellt, dass sich Wagnerianus von der "normalen" Fortunei nur sehr gering (aber dennoch feststellbar) unterscheidet. Da man dann aber auch festgestellt hatte, dass T. fortune und T. wagnerianus problemlos hybridisieren, wurden diese Beiden "Arten" unter dem gemeinsamen Taxon T. fortunei (weil der ältere Name) geführt.

      Das Meristem (fälschlicherweise auch Herz genannt)

      Das eigentliche Meristem besteht aus der Sproßspitze (shoot apex, apical meristem), welches neue Blätter produziert und aus dem Verdickungsmeristem, welches seitlich des Spitzenmeristems liegt.
      Das apikale Meristem produziert dabei Gewebe nach unten und Blattprimordien seitlich. Das Verdickungsmeristen gibt Gewebe seitlich nach innen ab, wodurch sich der Stamm dann bis zu einer vorgegebenen Maximaldicke verdickt.

      Das Meristem der Palme muss nicht bevorzugt geschützt werden, weil es bereits bevorzugt geschützt ist und zudem der frosthärteste Teil der Palme ist. Aus gutem Grund eben, weil der Tod des Herzens auch den Tod der gesamten Pflanze bedeutet.
      Lange bevor das Herz erfriert, sind bereits alle anderen Palmenteile erfroren. Den Verlust der Blätter kann eine Palme verkraften (wenn dies nicht in jedem Winter passiert), Den Verlust der Wurzeln kann ein Palme bei guten Bedingungen im Frühjahr durch Wurzelneubildung auch noch überstehen. Ist das Herz aber beschädigt, dann kann kein Neuwachstum mehr entstehen. Die Palme lebt dann zwar noch ggf. eine Zeit lang weiter, bis sie dann doch eingeht.

      Palmen besitzen kein Hirn, welches all diese Dinge steuert. Dafür besitzen sie ein Arsenal an Phytohormon (Auxin, Cytokinin, Gibberellin, Abscisinsäure, Ethylen, Jasmonate, Brassionsteroide, etc.) welche das Wachstum der einzelnen Pflanzenteile regulieren.
      Die einzige passende Analogie zum menschlichen Herzen ist die Tatsache, dass die Palme erledigt ist, wenn das Herz zerstört wird.

      Die Wurzeln

      sind lediglich Sammelorgane für Wasser und Mineralien, welche ins Innere der Palme zu den Leitbahnen (Xylem) geleitet werden. Als monocotyle Pflanzen bilden Palmen dabei nur Adventivwurzeln in der Wurzelinitiationszone am unteren Ende des Stammes. Wurzelwachstum und Blattwachstum sind miteinander korreliert und stehen in einem Gleichgewicht. Da die Wurzeln auch viel Energie verbrauchen (veratmen), müssen diese ja durch die Assimilate ernährt werden, welche nur durch die Blätter produziert werden.
      Außerdem wird durch die Blattmasse auch die Stärke des Transpirationsstroms und damit auch die Wurzelmenge bestimmt, welche nötig ist, um diese Verdunstung durch Wasseraufnahme zu decken.

      Die Wurzeln sind im Winter der schützenswerteste Teil der Palme.
      Frost bedeutet unter anderem - aber insbesondere - Trockenheit! Trockenheit kann abrupten Nährstoffmangel verursachen, genau wie zu kalte Bodentemperaturen, die die Nährstoffaufnahme unmöglich macht. Da kann man das Meristem so warm halten wie man will.

      Der Stamm

      einer erwachsenen Trachy ist durch ca. 5 cm Hanffasern schützend isoliert.
      Die Palme saugt das Wasser aus tieferen Bodenbereichen, in denen die Temperaturen meist nicht unter + 5 °C fallen und das so erwärmte Wasser durchströmt den Stamm durch hunderte von Leitbündeln. zudem steht das Wasser darin unter Unterdruck und würde deshalb auch nicht so schnell einfrieren. Dazu wären schon längere Frostperioden mit Temperaturen unterhalb von -10°C dauerhaft nötig. Dann sollte man über eine Beheizung des Stammes nachdenken.
      Das Zu, bzw. Einfrieren eines Trachystammes ist m.E. sehr unwahrscheinlich.
      Würden die Leitbahnen schon im gut geschützten Trachystamm so schnell durchfrieren, wann würden denn dann die Leitbahnen in den ungeschützten Petiolen (zu deutsch Blattstiele) schon zufrieren? Nach 2 Tagen Dauerfrost bis -5°C nach 3?
      Nein, die frieren auch nach tagelangen harten Dauerfrost nicht zu, denn sonst gäbe es bei keiner unserer Trachys nach einem Winter noch grüne Blätter. Es wäre auch völlig egal, an welcher Stelle das Leitsystem unterbrochen wird, welches Wasser zu den Blättern transportiert.

      Die Wedel

      bzw. die Blattmasse, sind der eigentliche Motor für Wachstum und Versorgung.
      Ausschließlich über die Wedel bildet eine Trachy ausreichend Reserven, um einen langen Winter durchzustehen (Photosynthese). Auch die Energierückgewinnung der Wurzelbereiche (Rückfluss) erfolgt über die Wedel.
      Aus diesem Grund ist eine Helle Überwinterung besonders wichtig, weil lange Dunkelheit die Reserven verbraucht, die dann zur Aufrechterhaltung der Frostresistenz irgendwann nicht mehr zur Verfügung stehen. Lange Dunkelhaft schwächt die Palme, obwohl man es ihnen optisch nicht einmal ansieht. Man sollte an einer Trachy immer soviel grüne Blattfläche zu belassen, wie nur möglich. Nur damit können Assimilate erzeugt werden. Je mehr Blattmasse und je mehr Sonne die Palme erhält, umso höher ist die Nettophotoysnthese und je höher die Nettophotoysnthese, umso besser steht es um die Frostresistenz. Eine gut gedüngte Palme verbraucht nicht übermäßig Assimilate. Im Gegenteil, durch vermehrtes Blattwachstum vergrößert sie die Assimilationsflache und steigert dadurch sogar die Reservenbildung. Und im Winter kommt es wesentlich auf diese Reserven an.

      Die Zellen und ihr Gefrierverhalten
      Die angeblich so wichtige Dauer der Kälte mag für bestimmte Pflanzen bedeutsam sein, nicht aber bei Palmen.
      Hier werden Palmen und anderen gefrierempfindliche Pflanzen einfach in den selben Topf geworfen. Das geschieht dadurch, dass einmal explizit Trachycarpus erwähnt wird, ansonsten aber immer von "Pflanzen" gesprochen wird. Nun haben aber verschiedene Pflanzen auch unterschiedliche Gefriervermeidungstrategien.
      Bei den anderen Pflanzen spielt eben die Dauer des Frostes eine Rolle, weil das Gefrieren der Zelle durch das Gleichgewichtsfrieren in den Zellzwischenräumen vermieden wird. Je länger aber der Frost dauert, umso mehr Wasser verliert die Zelle und umso mehr Wasser gefriert in den Zwischenräumen.
      Irgendwann ist die Zelle dann vom Eis zerquetscht oder sie ist so entwässert, dass die Membrane reißen, oder aber der Zellsaft ist so verdickt, dass die Zellorganellen darin absterben.
      Das ist bei Trachyzellen jedoch grundlegend anders. Die geben bei Frost nicht fortwährend Wasser ab, sondern die Zellen widerstehen dem Dampfdruckgefalle bis zu einem bestimmten Wert, welcher mit einer bestimmten Temperatur korreliert (Beziehung zwischen mehreren Faktoren, besonders zwischen Ursache und Wirkung). Diese Eigenschaft ist grundlegend anders, als die, welche wir von unseren heimischen Pflanzen kennen. Von daher findet dieses ANDERE Gefrierverhalten auch kaum Akzeptanz bei den Lesern, weil es immer wieder im Unterbewusstsein mit Einheimischen Pflanzen verglichen wird. Die Länge einer Frostperiode ist nicht das Problem für die Zellen, sondern eins der Reserven, die mit zunehmender Frostdauer aufgebraucht werden.

      Ich hoffe es ist mir einigermaßen gelungen, die wesentlichsten Eigenschaften gutverständlich anzusprechen. Das ist in einer Kurzform immer schwierig.
      v.G.
      -klaus-
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    • Super Klaus! Ganz toll beschrieben!!!

      Dieser Beitrag müsste immer ganz oben stehen! So etwas könnte man in eine Frage Antwort-Katalog übernehmen!

      Ich möchte gleich noch etwas dazu ergänzen, auch wenn es vielleicht "nicht" direkt hierher gehört, oder doch?


      Trachy-Dulmensis hat auch etwas ganz tolles in einem anderen Forumsbeitrag geschrieben:

      "Warum ist es unter der LuPo nachts kälter als draußen?":

      Es ist der umgekehrte Treibhauseffekt!

      Normal transparente Körper lassen Strahlung durch - nicht nur kurzwelliges, sichtbares Licht - auch (im gehämmten Maße) langwellige Infrarotstrahlung.

      Tagsüber geht hauptsächlich kurwelliges Sonnenlicht ins Glashaus, wird an der Oberfläche (Boden u. andere Gegenstände) absorbiert/gewandelt in langwellige Wärme-/Erd-/IR-Strahlung. Diese wird nur gehämmt zurück durch die Verglasung/Folie gelassen. Gleichzeitig erwärmt sich die Luft, die aber ebenfalls am Entweichen gehindert wird.

      Nachts gibt es kein kurzwelliges Licht (ist halt dunkel!) aber alle Körper (im Treibhaus und draußen) strahlen weiter langwellig ab (Schwarzstrahler). Ohne Sonnenstrahlen und/oder Heizung ist die Strahlungsbilanz negativ. Ein Luftaustausch (Konvektion) durch wärmere Außenluft kann ebenfalls nicht stattfinden. (ist ja dicht!)

      Außerhalb des Treibhauses gibt es aber noch ein erhebliches Potential an sog. Rückstrahlung - insbesondere durch Wasserdampftröpfchen sprich Wolken. Ohne diese Rückstrahlung hätten wir nachts den offenen Weltraum und ohne Konvektion würde es in jeder Nacht unermäßlich kalt werden.

      Es gibt zwei ganz einfache Methoden die Effekte im Treibhaus bzw. unter der LuPo zu umgehen (gilt auch für Autos im Freien):

      1. Lichtundurchlässige Abdeckung (Nachts Plane/Karton drüber)

      2. Fenster auf (Luft reinlassen)

      Kennt man aber doch! Dann wird es nachts nicht kälter als draußen!
      Patrick
      Wohnort: 76744 Wörth am Rhein
      (bei Karlsruhe)
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    • Hallo
      Ich bin ebenfalls dafür ,diesen Thread nach oben zu stellen ,damit viele User diesen als Nachschlagewerk besser auffinden können.
      Super Klaus und Patrick ,das ist wirklich sehr H ilfreich und Professionel ;;f ,ich denke da kann jeder was mit anfangen
      Liebe Grüsse aus dem Aachener Raum, René ::w

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    • Anmerkung zur Dunkelhaft.
      Das glaube ich fest, gilt NICHT für ausgepflanzte Palmen, sondern für Kübelpflanzen, die irgendo im Haus/Kellr überwintert werden.

      In der stoffwechselarmen Zeit (niedrige Temperaturen) ist eine Dunkelhaft überhaupt nicht schädlich.
      Es schimmelt auch nichts, wie immer wieder behauptet wird (Methode Guttenberg).
      Photosynthese benötigt eben auch eine Mindesttemperatur,
      die in unseren Breiten über längere Zeit kaum gegeben ist.
      Die Reserven müssen dann schon in der Pflanze eingelagert sein.
      dann kanns auch dunkel und kalt werden.
      Thorsten
      Wer Palmen knebelt oder fesselt wird schon wissen warum....
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    • husar2003 schrieb:

      In der stoffwechselarmen Zeit (niedrige Temperaturen) ist eine Dunkelhaft überhaupt nicht schädlich.
      Es schimmelt auch nichts, wie immer wieder behauptet wird (Methode Guttenberg).
      Photosynthese benötigt eben auch eine Mindesttemperatur,
      die in unseren Breiten über längere Zeit kaum gegeben ist.
      Die Reserven müssen dann schon in der Pflanze eingelagert sein.
      dann kanns auch dunkel und kalt werden.


      Das stimmt so nicht!
      Palmen gehen nie in einen richtigen "Winterschlaf"...., Die Wachstumszone der Palme kennt und hält keine "Winterruhe" und bleibt immer aktiv, selbst wenn der Boden schon steinhart gefroren ist. Diese Eigenschaft ist genetisch bedingt und das hat sie sich auch in den wenigen Kulturjahren in Europa nicht abgewöhnt. :)))
      Dies ist auch keine von mir erstellte These, sondern die hinlänglich bekannt und unbestritten.
      Man kann den Stoffwechsel durch Temperatur zwar verlangsamen aber nie völlig zum Stillstand bringen, denn dann wäre die Palme definitiv tot.
      Würde die große Oberfläche der Wedel nicht durch die Reserven versorgt, dann wären die Wedel braun, anstatt grün.

      Und würde "DA SCHIMMELT AUCH NICHTS" allgemein zutreffen, dann würden wir auch keine Diskussionen über Pilzerkrankungen führen.
      Bei steigendem Frost durch einhergehende Mangelernährung ist jede Palme im besonderes empfänglich für Schäden.....(z.B. Herzfäule oder erregerbedingte Fäule und dazu zählen hauptsächlich Pilzerkrankungen). Das stellen wir Jahr für Jahr am Ende eines Winters immer wieder erneut quer durch alle Foren fest.

      v.G.
      -klaus-
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    • Ich habe jetzt zwar keine Vergleichsmöglichkeit, kann aber jetzt folgendes sagen. Im Herbst hatte ich meine kleinen Palmen mit Nässeschutz versehen, den ich auch dran ( bin halt ein fauler Sack ;)) ) ließ, als ich sie voll umbaute.Hatte also kein Problem mit Kondenswasser, das runtertropfte, auf die Blätter geriet und dort gefror. Die Blätter waren trocken, selbst dann, als die Palmen wochenlange im Winter während der Schneephase eingesperrt waren.
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    • Gerade noch im halbwachen Kopp durchgelesen.
      a) gute und für Neulinge wie mich relativ leicht verständliche Beschreibung der Palmenart
      b) wenn ich das richtig verstehe, dann geht doch Licht vor Temperatur, richtig???
      Wenn ja, warum dann nicht die Palma, anstatt dick einzupacken und dick zu heizen, HELL halten mit ner kaltweissen Zusatzbeleuchtung (=> Wärme als Abfallprodukt aber zweitrangig)?

      Gruß

      Kai
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    • Palmerio schrieb:

      b) wenn ich das richtig verstehe, dann geht doch Licht vor Temperatur, richtig???
      Hallo Kai,
      nein das ist so nicht richtig.
      Der Lichtanspruch ist abhängig von den Temperaturen.
      Durch sinkende Temperaturen verlangsamt sich der Stoffwechsel und erst dann sinkt auch der Lichtbedarf.
      Es ist immer ein Zusammenspiel zwischen den Temperaturen und den Lichtanforderungen. Der Entzug von Tageslicht würde in der Vegatationsphase fatale Folgen haben. Bei Temperaturen nahe bzw unterhalb des Gefrierpunkts kommen die Trachys jedoch ganz gut klar damit.
      Die Meinungen gehen jedoch in der Frage Dunkelüberwinterung weit auseinander.
      Eine Trachy reagiert sehr träge auf Lichtveränderung und oft wird ein Lichtmangel erst im Frühjahr sichtbar. Ein abgetrennter Wedel bleibt auch bei tiefen Temperaturen über Wochen noch grün.
      Auch wenn der Stoffwechsel annähernd zum erliegen kommt, heißt das nicht, dass keine Assimilation stattfindet. Schon durch die Tatsache, dass die Trachys keine "echte Winterruhe" betreiben und durch ihr Gefrierverhalten aktiv bleiben müssen, verbrauchen sie auch immer Energie, selbst im tiefsten Winter. Und gerade dann steht es oft mit den Energiereserven nicht zum Besten (frisch ausgepflanzt - wenig Wurzelmasse - vorgeschädigt o.ä.).
      Ich pers. nutze im Winter jede Möglichkeit, den Palmen möglichst viel Tageslicht zu gönnen, damit die Photosynthese den Energiehaushalt wieder etwas aufstocken kann.
      Die Zeit, die eine Trachy geschützt werden muss, kann man nicht beeinflussen aber man kann den Stress, dem die Trachy im Winter ausgesetzt ist, durch Tageslicht und Frischluftzufuhr bei moderaten Temperaturen abmildern.

      Hallo Roman,
      freut mich, wenn es dir ein Stück weitergeholfen hat.

      v.G.
      -klaus-
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    • Hallo,

      ich hänge mich mal hier an!
      Kann mir jemand sagen was für eine palme ich habe , bin langsam ganz unsicher ! und muss ich die jetzt auch schützen ?


      Gruß Jutta
      Eine Mutter ist der einzige Mensch auf der Welt, der dich schon liebt, bevor er dich kennt.
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    • Moin Jutta!

      Hab gerade mal nachgesehen wo Du wohnst .
      In der Nähe von Kassel, da kann es unter Umständen auch mal richtig kalt werden.
      Ich würde dann schon zur reinen Vorsicht etwas zusammen bauen und bei derben Minusgraden die Trachy einpacken.
      Zumal ich fest gestellt habe, das die letzten Winter nicht ganz ohne waren.
      Selbst ich (war sonst immer nur mit Mulch unterwegs) habe mir dieses Jahr etwas gebastelt.
      Ich will mal etwas mehr Blattmasse erhalten, da jedes Jahr im Frühjahr recht viele Blätter erfrohren waren.
      Aber mein Schutz muß ohne Lichterschlauch und Heizkabel auskommen.

      Wie am Ende jeder mit dem Thema Winterschutz umgeht, bleibt jeden selbst überlassen.
      Tips dazu findest Du denke ich genug hier im Forum, wobei ich da immer noch die Geographische Lage des Schreibers mit in Betracht ziehe.
      Damit meine ich, dass ich nicht so schützen brauche, wie zum Beispiel jemand der in der Region Dresden wohnt.
      Dazu habe ich die "Heizung" der Nordsee in der Nähe und diebringt in manchen Wintern doch einiges.
      Gruss Soe®en!
      Click for Oldenburg, Deutschland Forecast

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    • ninjamaus schrieb:

      Aber so ganz dick umbauen muss ich die nicht oder ?

      Jutta, Du weißt ja am besten, wie kalt es bei Dir werden kann. Meine ausgepflanzte Trachy in dieser Größenordnung schütze ich so: ich stelle ein Dreibein vom Schwenkgrill drüber, über das ich oben eine Plastikfolie ziehe, damit die Palme keine Nässe abbekommt. Erst und nur wenn es richtig kalt wird, umwickel ich die Trachy mit einem weichen Malervlies und die Plastikplane wird dann bis zum Boden über das Dreibein gezogen. Wenn es milder ist, hat man das Plastik gleich wieder bis oben gezogen und kann das Vlies wegnehmen, so kommt Licht und Luft an die Palme - bis zur nächsten Kälte. Bei meiner hat das gut geklappt, hatte keinerlei Blattschäden.
      Hier kannst Du es einigermaßen sehen, war im November 2010, viel Schnee aber noch nicht so kalt, da hatte ich sie noch nicht in Vlies gepackt, nur Plastik drüber.
      "Jeder Mensch braucht ein Stück Garten, wie klein es auch immer sein mag, sodass er in Kontakt mit der Erde und deshalb mit etwas Tieferem in ihm selbst bleibt". C. G. Jung
      "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi
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    • Ammerländer schrieb:

      Moin Jutta!

      Hab gerade mal nachgesehen wo Du wohnst .
      In der Nähe von Kassel, da kann es unter Umständen auch mal richtig kalt werden.
      Ich würde dann schon zur reinen Vorsicht etwas zusammen bauen und bei derben Minusgraden die Trachy einpacken.
      Zumal ich fest gestellt habe, das die letzten Winter nicht ganz ohne waren.
      Selbst ich (war sonst immer nur mit Mulch unterwegs) habe mir dieses Jahr etwas gebastelt.
      Ich will mal etwas mehr Blattmasse erhalten, da jedes Jahr im Frühjahr recht viele Blätter erfrohren waren.
      Aber mein Schutz muß ohne Lichterschlauch und Heizkabel auskommen.

      Wie am Ende jeder mit dem Thema Winterschutz umgeht, bleibt jeden selbst überlassen.
      Tips dazu findest Du denke ich genug hier im Forum, wobei ich da immer noch die Geographische Lage des Schreibers mit in Betracht ziehe.
      Damit meine ich, dass ich nicht so schützen brauche, wie zum Beispiel jemand der in der Region Dresden wohnt.
      Dazu habe ich die "Heizung" der Nordsee in der Nähe und diebringt in manchen Wintern doch einiges.



      Hi Soeren

      Zeigst Du uns denn auch mal ,was Du Dir da schönes gebastelt hast? :gri ;)) ;smilie[306]

      Ich bin auch am überlegen ,ob ich den Winterschutz drei Monate drum lasse ,mit Sonnenschirm als Dach ,XXL-Vlies drüber ,Stamm eiwickeln und fertig.Habe sonst bei milder Witterung immer alles entfernt ,ist aber bei der Anzehl an Palmen ziehmlich stressig :whistling:
      Liebe Grüsse aus dem Aachener Raum, René ::w

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    • FeddeLimedde schrieb:

      ninjamaus schrieb:

      Aber so ganz dick umbauen muss ich die nicht oder ?

      Jutta, Du weißt ja am besten, wie kalt es bei Dir werden kann. Meine ausgepflanzte Trachy in dieser Größenordnung schütze ich so: ich stelle ein Dreibein vom Schwenkgrill drüber, über das ich oben eine Plastikfolie ziehe, damit die Palme keine Nässe abbekommt. Erst und nur wenn es richtig kalt wird, umwickel ich die Trachy mit einem weichen Malervlies und die Plastikplane wird dann bis zum Boden über das Dreibein gezogen. Wenn es milder ist, hat man das Plastik gleich wieder bis oben gezogen und kann das Vlies wegnehmen, so kommt Licht und Luft an die Palme - bis zur nächsten Kälte. Bei meiner hat das gut geklappt, hatte keinerlei Blattschäden.
      Hier kannst Du es einigermaßen sehen, war im November 2010, viel Schnee aber noch nicht so kalt, da hatte ich sie noch nicht in Vlies gepackt, nur Plastik drüber.


      Huhu Marion,

      das ist eine super Idee mit dem Schwenkgrill, da ich alleine irgendwas erfinden muss, mein GG hat zwei linke Hände :gri , aber so könnte ich es mal probieren (geht eh über studieren ;)) ) Vielen Danlk für den Tipp ;smilie[292]
      Gruß Jutta
      Eine Mutter ist der einzige Mensch auf der Welt, der dich schon liebt, bevor er dich kennt.
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    • Ja, wenn die Palmen noch nicht so groß sind, passt so ein Dreibein noch super drüber. Da die Beine schräg abgewinkelt sind, kommt Plastik o.ö. auch nicht mit der Pflanze in Berührung und friert so nicht daran fest. Der Verpackungsmöglichkeit rundrum sind auch keine Grenzen gesetzt, man kann z.Bspl. auch noch gut eine Schilfrohrmatte drumziehen und befestigen, bevor man das Plastik wegen der Nässe drüberspannt, damit müsste die Palme recht gut geschützt sein.
      "Jeder Mensch braucht ein Stück Garten, wie klein es auch immer sein mag, sodass er in Kontakt mit der Erde und deshalb mit etwas Tieferem in ihm selbst bleibt". C. G. Jung
      "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi
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