Papaya

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    • Hallo Udo und alle Interessierten,

      hier sind mal die Papayas aus dem Urlaub. Du hattest Dich interessiert. Die 3. und kleinste ist leider eingegangen. Allerdings hatte die schon dort eine Macke, hatte sie nach dem "Ernten" zu lange in der Hitze rumgetragen, ehe wir wieder im Hotel waren. Sie hatte sich zwar dann wieder erholt, war aber allgemein noch recht zart. Getopft habe ich alle erst hier, sind ohne Erde in den Flaschen hier her gekommen. Die 2 vom Bild haben alles gut verkraftet und stehen wie eine Eins. Die rechte müßte ich im Frühjahr noch tiefer setzen (werde sie vielleicht trennen), das helle unten scheint noch Wurzel zu sein. Die haben Pfahlwurzeln, Wahnsinn wie lang die schon bei den Kleinen sind. Die wenigen Blätter kommen durch den Transport, die waren ursprünglich viel voller belaubt. Ich hätte die sonst nicht in den Flaschen verstauen können, habe die Blätter abgemacht.

      Habe schon viel gelesen, daß die Überwinterung solche Probleme macht und meistens mit Verlust endet. Sie stehen momentan im Gästezimmer, ca. 18 Grad und nur ganz leicht feucht. Ich werde mit dem Gießen warten, bis sie völlig trocken sind. Ich weiß ja nicht, wie schnell man einer Papaya ansieht, wenn es ihr nicht gefällt. Sie steht nun schon seit 15 Tagen so. Im Sommer kommt sie natürlich in den Garten. Volle Sonne wird sie vertragen, allerdings ist Halbschatten manchmal besser wegen der Luftfeuchtigkeit. Mal sehen, muß ich beobachten.

      Viele Grüße
      Petra

      120m über NN
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    • Hallo zusammen,

      völlig verregneter Tag heute, deshalb stöbere ich ein wenig im Forum. Über Papayas lese ich immer gerne und dachte, ich könnte mal über meine Erfahrungen berichten. Denn einige habe ich schon. Papayas gehören zu meinen Lieblingsfrüchten. Wenn ich irgendwo in den Tropen bin, ist es mein größter Obstgenuss, leckere Papayas zu essen. Kann ich nicht genug davon kriegen. Hier bei uns gibt es viel minderwertiges Zeugs, wirklich teuer und oft einfach unreif. Richtig nachreifen tun sie nur, wenn sie halbwegs reif geerntet wurden. Aber meistens werden die grasgrün geerntet, so dass sie nur wenig nachreifen. Oft scheinen sie reif zu sein und sind dann ziemlich bitter. Vor allem die Großpapayas, die es zuweilen gibt hier. Also alles in allem teuer und auch oft noch kein Genuß. Deshalb ist mein Wunsch intensiv, eventuell selbst Früchte anzubauen. Sicher ein ambitioniertes Vorhaben, aber man kann es doch mal versuchen? Und versucht habe ich schon einiges. Also auch mal mit Papayas. Der erste Versuch war im Warmbeet, elektrisch beheizt, mit Seramis. Keimten zwar, aber schwächliche Pflänzchen, von Pilzen hinweggerafft. Etwa so lief das. Da ich alles selbst kompostiere im Garten, kamen auch Massen von Papayasamen in den Garten. Ich habe Petersilie ausgesät und die mit Vlies abgedeckt, da unsere Erde schnell austrocknet. Das Vlies liess ich drauf, bis die Petersilie handbreit hochgewachsen war, so im Frühsommer 2010. Neben einigen Unkräutern kamen haufenweise Pflänzchen, die ich nicht kannte. Ich hatte schnell den Verdacht, weil anderes eher nicht in Frage kam, dass es Papayasämlinge sein könnten, die Blätter sahen danach aus. Tatsächlich kamen in dem gut einem quadratmeter-großen Beet viele Papayas, die ich natürlich stehen liess. Im Lauf des Sommers sind die auf gut 40 cm Höhe gewachsen, schön gesund. Ein halbes Dutzend habe ich in Töpfe umgepflanzt, um sie sicher über den Winter zu retten. Die anderen habe ich mit einem Gewächshaus umbaut, in der verwegenen Annahmen. sie mit Heizung über den Winter zu bekommen. Zum Heizen bin ich nicht gekommen, schon nach einigen kalten Herbstnächten fiel die Pracht schlicht um. Die Stämmchen faulten von unten her. Erste Lektion ist, die vertragen absolut gar keine Bodenkälte, von Frost ganz zu schweigen. Die Getopften standen nicht in der besten Erde, obwohl sie helle Plätze an der Fensterbank hatten, hat nur eine Pflanze den ersten Winter überlebt. Die habe ich heute noch.

      Von dieser Erfahrung angestachelt, habe ich in 2011 wieder welche gezogen, auf die selbe Weise. Die dann -6 Stück- in Kokossubstrat gepflanzt, was sicher dafür ideal sein dürfte. Allerdings hat davon keine den Winter auf 2012 überlebt. Nach und nach wurden alle von der Basis her faul. Nun war der Raum zeitweise recht kühl, oft nur um die 10 Grad. Allerdings die Papaya aus dem Vorjahr hat auch den zweiten Winter überstanden. Die hat übrigens im Sommer 2011 geblüht. Weibliche Pflanze, aber natürlich ohne Fruchtansatz. Sie hat momentan Blütenknospen, die kurz vor dem Aufgehen stehen. Die Pflanze ist mittlerweile gut über einen Meter groß. Mit relativ kleinem Wurzelballen, was aber bei den empfindlichen Wurzeln vielleicht eher ein Vorteil ist, wird so doch im Herbst die Erde vor der Winterruhe trockengelegt. Umpflanzen werde ich sie erst im Frühjahr 2013, falls sie auch den dritten Winter übersteht.

      Natürlich habe ich auch dieses Jahr wieder Samen im Garten verteilt, haben etliche gekeimt. Die größten Pflanzen erreichen derzeit etwa 30 cm. Nächste Woche soll es wieder warm werden, dann will ich sie wintergerecht alle in Kokossubstrat eintopfen. Ich habe gelesen, dass dieses Substrat gut das Wasser speichert, sich aber nicht so ewig lange mit Wasser vollsaugt, wie bei torfbasierten Substraten. Mein Eindruck ist der, dass die Pflanzen wirklich nur in sehr trockenem Substrat kältere Böden ohne Fäulnis überleben. Darauf werde ich im Herbst achten, also rechtzeitig aus dem Regen nehmen.

      Was das Mitbringen aus dem Urlaub angeht, so haben wir aus den Tropen ein Exemplar aus der Gärtnerei einmal mitgebracht, auch noch einige Pflänzchen, die wild im Strassengraben wuchsen. Ein Einheimischer riet mir von solchen Umzügen ab, zum einen, um keine Krankheiten zu verschleppen und zum anderen kann man die auch so leicht aus Samen ziehen. "they will come up readily" Wie recht er doch hat. Die Mitbringsel haben alle den Wetterschock nicht verkraftet. Was ich immer köstlich finde, ist, wenn ich im Gartenmarkt gelegentlich Päckchen mit Papayasamen sehe. Die Früchte kosten etwa gleichviel und liefern ungleich mehr Samen. Ein Vorteil, wenn man die Ausfälle bei der Anzucht bedenkt. Und -manchmal- gibt es eine schmackhafte Frucht noch als Zugabe! So hoffe ich, dass ich möglichst einige der schönen Pflanzen aus dem Garten irgendwie mit viel Sorgfalt in den nächsten Sommer rüberretten kann. Sollte ich eine männliche Pflanze dabeihaben, wäre das toll, vielleicht gibt es dann mal Früchte bei der weiblichen Pflanze? Aber auch wenn nicht, die Blüten duften, ich finde herrlich nach Papaya.

      Thomas
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    • Hallo Petra,

      Sorry, ich muß diesen Thread total übersehen haben.
      Ich habe mich natürlich dafür interressiert und tue es immer noch.
      Aber wenn man nicht immer fürs Forum Zeit hat, ist da schnell mal was nicht mehr auf der Titelseite.
      Wie geht es denn deinen beiden Papayas ?
      Ich hoffe doch daß sie weiter zugelegt haben.
      Gruß Udo (Leinburg, Nuernberger Land) USDA 6b;smilie[275]
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    • Hallo Thomas,

      Vielen Dank,
      Du hast deine Erfahrungen mit den Papayas sehr gut beschrieben.
      Das zeigt mir auf alle Fälle, daß sie bei uns in Deutschland gut keimen, aber nicht ohne weiteres zu halten sind,
      und sehr empfindlich was Kälte und Feuchtigkeit betrifft.
      Ich bedenke jetzt mal, daß es in ihren Heimatstandorten sehr warm ist und es selbst da manchmal große und lang anhaltende Regengüsse gibt,
      die den Papayas nicht schaden.
      Folglich denke ich, daß die Hauptschädigung der Papayas auf die Kälte unseres Klimas zurückzuführen ist
      und die Feuchtigkeit macht dann den Rest.
      Ferner weiß ich jetzt, daß man männliche und weibliche Pflanzen benötigt.
      Kann man das irgendwie erkennen ?
      Gruß Udo (Leinburg, Nuernberger Land) USDA 6b;smilie[275]
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    • Hallo Udo,

      an den Pflanzen selbst kann man das gar nicht erkennen. Nur an den Blüten. Meine erste Pflanze hat im zweiten Sommer, also ein gutes Jahr nach der Keimung geblüht. Dann kann man sehen, ob die Pflanze weiblich oder männlich ist. Die weiblichen Blüten sitzen an kurzen Stielen direkt am Stamm, vielleicht so 2 cm lang, dagegen haben die männlichen Pflanzen lange Stiele 15, 2o cm lang, etwa so, mit mehreren Blüten dran. Es soll auch zweigeschlechtliche Pflanzen geben, aber die habe ich in den Tropen noch nirgends gesehen. Vielleicht kann ich mal ein Bild davon vorstellen. Also heisst es, möglichst viele großzuziehen. Dann hat man m und w.

      Was Feuchte und Kälte angeht, so ist es richtig, dass Papayas selbst tagelangen Dauerregen, wochenlange Nässe ohne jeden Schaden überstehen. Aber nur wenn es warm ist, das heisst, tagsüber zumindest warm, so um die 20 Grad, gerne natürlich auch schwülheiss und nachts nicht wesentlich unter 20 Grad. Dann scheint es keinerlei Probleme mit nassen Wurzeln zu geben. Schliesslich müssen die beispielsweise auf Mauritius die lange Regenzeit aushalten. Und da sind die Böden oft alles andere als komfortabel sondern oft ausgeprochen schlecht, weil steinig und die Erde dazwischen ist oft schwer, klumpig. Alles andere als ideal. Aber die Pflanzen wachsen, blühen und setzen viele Früchte an. Es ist also ganz klar, für mich: nasser Boden geht, selbst, wenn er ziemlich mies ist, vorausgesetzt er ist nur warm (!), doch sobald die Temperatur unter diese kritischen Werte fällt, sollte es wohl sehr schnell trocken werden. Das muss wirklich schnell gehen, deshalb ist ein gut durchwurzelter Ballen meiner Einschätzung nach ein Riesenvorteil. Der trocknet schneller ab im Herbst, wenn ich die Pflanzen hereinhole. Anscheinend ist einfach nur die "Kälte" von um die 10 Grad (zuweilen nachts) das eigentliche Problem. Dann überleben die Wurzeln nur, wenn extrem sparsam gegossen wird. Sicher, hätte ich ein richtig warmes Quartier, könnte ich sie auch feuchter halten, so dass sie dann langsam weiterwachsen. So schaffe ich die Überwinterung halt nur, wenn sie eine Art Trockenschlaf halten. Weil ich keine idealen Temperaturen bieten kann, sorge ich dafür, dass sonst alles bestens ist. Bin selbst gespannt.

      Thomas
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    • Hallo,

      Udo, kein Problem. Ich habe auch festgestellt, daß die Mailfunktion bei neuen Beiträgen nur sehr zeitverzögert und oft gar nicht klappt. Ich habe das für mich extra eingerichtet, da ich auch nicht immer Zeit habe.

      Meine Pflanzen sind leider hin. Das mit männlich und weiblich wußte ich vom Reiseführer in Mauritius. Meine standen auch nicht naß und trotzdem sind sie verfault. Wie gesagt ca. 18 Grad.

      Thomas, dann drücke ich Dir mal die Daumen, daß Du weiterhin Erfolg hast.

      Viele Grüße
      Petra
      120m über NN
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    • ja zeigt mal eure Bilder, das wäre sehr interessant.
      Daß man männliche und weibliche Pflanzen braucht
      wußte ich auch nicht.
      Hätte mir im Juli bei D.h..r fast eine gekauft,
      weil die haben mich auf den Canaren sehr interessiert.
      Im temperierten Gewächshaus müßte es doch funktioniern
      mal ne Papaya zu ernten.

      Auch Bilder vom Urlaub wären interessant !!

      lg. Rudi
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    • jetzt klappts hoffentlich
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      servus
      haensel
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    • Hallo Tobi,

      der gekaufte Topf war voll durchwurzelt. Habe die Pflanze einfach rausgehoben und in einen größeren, vor allem hohen Topf gesetzt. Die bilden ja Pfahlwurzeln. Da die so empfindlich auf Nässe sind, habe ich nur die Tonkugeln aufgefüllt. Mehr Erde ist dann nicht drin. Habe das mit anderen Pflanzen auch schon gemacht. Da aber meistens wegen dem Gewicht (große Töpfe). Versuch macht klug.

      Viele Grüße
      Petra
      120m über NN
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    • Hallo,
      in einem vorigen Beitrag habe ich von meinen Papayas im Garten berichtet. Sie haben im Garten gekeimt und ich habe sie bis zu einer Größe von 40-70 cm heranwachsen lassen. Es hat sich herausgestellt, dass die folgende Umpflanzaktion in Töpfe sehr schlecht vertragen wurde. Fast alle sind darauf eingegangen, es lag wohl auch daran, dass ich den Zeitpunkt verpasst habe, ich hätte es tun sollen, als es noch wärmer war. Doch einige sind durchgekommen, so 5-6 Stück könnten es schaffen bis in den nächsten Sommer. Bilder der Pflanzen habe ich gemacht, sie sind als Datei vermutlich zu groß.

      Doch von meiner nun zweijährigen Papaya gibt es Gutes zu berichten. Sie blühte diesen Sommer und anscheinend auch noch zwittrig, jedenfalls eine Blüte wurde zur Frucht. Ich habe sie erst vor drei Wochen hereingeholt und angenommen, dass sie die Frucht abwerfen wird. Blätter wirft sie durch den Standortwechsel schliesslich auch ab. Aber nichts dergleichen. War sie anfangs so sechs Zentimeter lang, misst sie nun über acht Zentimeter. Ein Bild möchte ich vorstellen. Weil ich vermeiden will, logisch, dass sie die Frucht oder die Blätter abwirft, giesse ich die Pflanze gelegentlich mit sehr wenig warmen Wasser. Immer nur gerade soviel, dass sich die Pflanze was holen kann, der Wurzelballen danach aber immer abtrocknen kann, ich giesse nie soviel, dass es durchdringt. Denn mit Wasser im Substrat habe ich schlechte Erfahrungen mit Papaya. Auf die Weise hoffe ich, sie auch durch den dritten Winter zu bekommen, um da etwas zu helfen, bekommt sie an trüben Tagen für einige Stunden künstliches Licht. Auch an eine Ballenheizung habe ich schon gedacht.

      Ps: das mit dem Bild kriege ich nicht hin...gibt es einen kurzen Tip, wie ich das Bild aus dem Speicher schön in den Text bekomme? Bin leider kein so Computer-Ass...

      Grüße Thomas
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    • Thomas-im-Brennsand schrieb:

      Ps: das mit dem Bild kriege ich nicht hin...gibt es einen kurzen Tip, wie ich das Bild aus dem Speicher schön in den Text bekomme? Bin leider kein so Computer-Ass...


      Legt dir am besten einen kostenlosen Account bei photobucket.com an und lade deine Bilder dort hoch.

      Den Code, welcher so aussieht:

      Quellcode

      1. [IMG]http://i707.photobucket.com/albums/ww77/volker2209/Palmen_10421.jpg[/IMG]

      fügst du in den Text ein, fertig.

      Volker
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