Trachy-Winterschutz ja oder nein ?????

    • Hallo zusammen,
      ich verstehe gar nicht warum Ihr so viel Angst um eure Trachys habt den Frost den Ihr bis jetzt hattet ist doch wirklich nicht viel. Seht meine Kübeltrachys die haben nun schon - 8°C die zweite Nacht vorher warens - 3 bis - 5°C. Am Tag gehts immer noch ein bis zwei Grad über Null ausserdem scheint die Sonne das reicht, dass die Erde wieder auftaut. So lange es nicht recht viel kälter wird bleiben sie noch draussen.
      Gruß
      Markus
      grüsse Markus

      www.palmscenter.de
    • Original von Mista.B
      Ein wenig Sorge macht mir nun der Schnee der in die Wachstumsöffnung gelangt ist.

      Da brauchst du dir wohl keine Sorgen zu machen, denn in der Jeckenstadt gibt es einen Palmenguru, der solche Sorgen als Hirngespinste abtut. Bunte Schirme gegen Feuchtigkeit von oben sind ihm und seinen Jüngern ein besonderer Graus.
      Jetzt kann nur noch die globale Erwärmung helfen.
      Olga

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    • Hallo.

      Im Übrigen spielt die Jahresregenmenge nicht die geringste Rolle.
      Das Hauptproblem ist der Zeitpunkt der Nässe.
      Ein Beispiel:
      Ich stehe unter der Dusche, lasse 5 Liter Wasser auf mich rieseln, ich bin nass.
      Dann gehe ich in den Garten, -10°C, die Haare frieren zu Eis.

      Nun lasse ich 100 Liter Wasser auf mich hernieder gehen, das Ergebnis, ich bin nass....die Haare sind nicht nasser als bei 5 Litern, sie sind genau so nass.
      Nuuur, draußen ist es ebenfalls -10°C kalt.

      Fazit: Nasser als Nass gibt es nicht.

      Deshalb verstehe ich die dusseligen Diskussionen nicht, wo es nun mehr oder weniger regnet, in Köln oder in Braunschweig.

      Sind die Leute, die über so etwas Monate lang diskutieren wirklich so dumm wie ich mittlerweile annehme?

      Oder eventuell eine Denkblockade?

      Wichtiger wäre es darüber nachzudenken, wo regnet es öfter vor tiefem, dauerhaften Frost als anderswo...

      Das ist doch wohl klar, ...im Rheinland bestimmt nicht.

      Volker
    • Original von Markus
      Seht meine Kübeltrachys die haben nun schon - 8°C die zweite Nacht vorher warens - 3 bis - 5°C.s


      Hallo Markus,

      was soll man da sehen? Falls die einen Knacks weg hätten, das würde man erst im Frühjahr sehen.

      Blattschäden treten bei solchen Temps. i.a. nicht auf, aber Blattschäden sind die harmlosesten Schäden!

      Besser man geht auf Nummer sicher, und räumt rechtzeitig ein.

      Im Frühjahr stehen hier die kaputten Kübeltrachys am Straßenrand.

      Gruß,


      Thomas
    • Hallo Micha,

      ich habe ja auch nicht behauptet, daß es etwas passiert ist. Deswegen habe ich den Konjunktiv benutzt.

      Bloß: Wenn etwas passiert wäre, würde man es jetzt noch nicht sehen.

      Ich kann mich an so manche Erfolgsmeldung "hat -x°C problemlos weggesteckt!" erinnern, wo wenn man dann später nachgehakt hat kam: "Ist dann später nach und nach vertrocknet", oder Speer/Herzfäule etc...

      2 Nächte zwischen - 3°C und - 8°C - da passiert nichts. Vorallem nicht, wenn dann tagsüber Plusgrade sind


      Das würde ich so pauschal nicht unterschreiben, das kommt auch auf die Umstände an.
      Bei kleinen, nackten Töpfen, kräftigem Wind und exponiertem Standort kann das durchaus gefährlich werden.
      Plusgrade tagsüber nützen da herzlich wenig.

      Es gibt drei Szenarien:

      1. An den Wurzeln werden kritische Temperaturen (sollen bei ca. -6°C liegen) unterschritten. Das ist bei kleinen Töpfen und kräftigem Wind auch in einer einzigen Nacht mit -8°C möglich. Es gibt durchaus Nächte, wo das Minimum nicht nur angetippt wird, sondern es fast die ganze Nacht nahe am Minimum liegt.
      Und wenn Du Pech hast, hast Du ein empfindlicheres Exemplar, und der kritische Wert liegt bei -5 oder gar -4°C, Trachys sind ja nicht geklont.

      2. Der Topf friert komplett durch, und dann knallt anschließend die Sonne auf die Palme.
      Die Blätter tauen wesentlich schneller auf als der Topf (besonders ungünstig, wenn der Topf auch noch beschattet) - und es gibt Frosttrocknis, die man erst erheblich später bemerkt.

      3. Bei jungen Freilandtrachys wird das Meristem durch die Bodenwärme geschützt. Die Bodentemperaturen sind aber bei Kübelpflanzen erheblich niedriger. So können bei Kübeltrachys auch leichter Probleme im Stammbereich entstehen (Speer oder Herzfäule).

      Man darf nicht vergessen, daß jetzt die Nächte erheblich länger sind als die Tage, und die Plusgrade oft nur mittags kurz angetippt werden, während es viel länger im Minusbereich bleibt. Auch ohne Dauerfrost frieren bei solchen Bedingungen auch große Töpfe langsam aber sicher immer weiter durch!

      Man hört gelegentlich: "Topf war komplett durchgefroren, war aber kein Problem!"

      Wie überprüfen die Leute das? Mit Ultraschall? Mit dem Bohrhammer? Die können doch nur an der Substratoberfläche herumdrücken, das besagt doch gar nichts! Fühlt sich knallhart an, und ist gerademal ein paar Millimeter angefroren.

      Junge Phoenix canariensis können bei -4°C <b>Lufttemperatur in 2m Höhe</b> durchaus schon erhebliche Blattschäden bekommen - das bringt die Pflanze nicht um, wirft sie aber erheblich zurrück.

      Man sieht immer wieder, daß die Erfahrungsberichte weit auseinanderliegen. Das liegt daran:

      1. Temperaturen werden unterschiedlich gemessen - da sind problemlos Unterschiede von 10°C drin!

      2. Die sonstigen Bedingungen sind nicht vergleichbar (Wind, Exposition, Mikroklima, Topfgröße/Isolierung, Einwirkdauer, Alter der Pflanzen)

      3. Es gibt bei vielen Arten eine breite Exemplarstreuung bzgl. der Frosthärte.

      4. Oft wird vorschnell gefolgert, es sei kein Schaden aufgetreten. Was dann Wochen oder Monate später abläuft, wird gerne schamvoll verschwiegen.

      Fazit: man fährt auf Dauer einfach besser, wenn man eine gewisse Sicherheitsreserve läßt.
      Zu frühes Ausräumen gegen Ende des Winters ist noch gefährlicher, weil der Boden dann kalt ist.
      Es ist m.E. eine Illusion zu glauben man könnte Trachys nach und nach abhärten - das funktioniert nicht. Die Frosthärte steckt in den Genen.

      PS: Meine Kübeltrachys stehen alle noch draußen, (die Sämlinge stehen längst im Keller, unter Pflanzenlampen), aber sie stehen sehr geschützt, direkt am Haus, und besonders kalt war es hier auch noch nicht.
      Da bleiben sie auch, bis Ende Dezember, oder bis längerer Dauerfrost oder Temperaturen unter -5° angesagt sind (Man darf nicht vergessen, daß es Vorhersagen schon mal um 5°C und mehr daneben liegen können!)


      Gruß,

      Thomas

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    • Zitat:
      Zu frühes Ausräumen gegen Ende des Winters ist noch gefährlicher, weil der Boden dann kalt ist.


      Hallo Thomas,
      kann ich nur bestätigen.
      Habe im letzten Jahr alles schon Ende Februar/Anfang März ausgeräumt, weil die Tagestemperaturen bereits die 12Grad Marke überschritten, leider übersehen, dass wir Nachts -8Grad hatten. Hat zwar nicht alles dahingerafft, jedoch hat meine Butia Yatay und div. Phoenix C. erheblichen Schaden davongetragen.
      Haben sich zum Glück zum Ende des Sommers einigermassen regeniert. Nur leider flogen sie dann auch schon wieder ins Winterquartier. Mal schauen wie sie sich im Früjahr dann machen....

      Gruss Micha