Katalonien verbietet Stierkämpfe

    • Hallo Monika.

      Ich gebe dir uneingeschränkt Recht.

      Bei diesem Thema kann man vom Hundertsten ins Tausende kommen.

      Was ist mit dem Fisch, der viele Minuten an der Angel um sein Leben kämpft?
      Den Millionen Fischen, die Qualvoll ersticken wenn die Netze eingeholt worden sind.

      Was denkt der Igel, dessen Hinterläufe durch ein Auto platt gefahren sind, wenn er elendig in der Mitte der Straße verreckt?

      Was ist mit dem angeschossenen Reh, das versucht sich verzweifelt vor der Hundemeute zu retten?

      Sollen wir nun das Autofahren, Jagen, Angeln...verbieten?

      Nun könnte man argumentieren, Stierkampf wäre reine Volksbelustigung, Autofahren ist notwendig, usw.

      Das wären aber nur Argumente um das eigene Gewissen zu beruhigen.

      Die Ursache ist in jedem Fall die gleiche, der Mensch verursacht die Leiden der Tiere.

      Volker
    • Was noch zu dem Thema Stierkampf in Katalonien interessant ist.

      Immerhin haben (hatten) die Stiere dort auch die Chance Menschen zu töten. :D



      Doch der Hintergrund des Verbotes ist ein Anderer als der Tierschutz:



      Zu den "204 Stunden Fiesta nonstop" werden bis zu eine Million Besucher aus aller Welt im nordspanischen Pamplona erwartet. Das ist das Fünffache der Einwohnerzahl der Stadt. Bei der Stierhatz ("encierro") werden von Mittwoch an jeden Morgen je sechs Kampfstiere durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena getrieben, wo sie abends von den Toreros getötet werden. Hunderte junge Männer, die "mozos", rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her.

      Das alljährliche Stierrennen im spanischen Pamplona hat Tradition und ist dank US-Autor Ernest Hemingway international bekannt. Doch in diesem Jahr wird das Fest, das alljährlich vom 6. bis zum 14. Juli stattfindet, von einem geplanten regionalen Stierkampf-Verbot und den Sparkursen der örtlichen Regierungen überschattet. Landesweit ist die Zahl der Stierkämpfe in den vergangenen Jahren gesunken. Gab es 2008 noch 1000 Kämpfe, werden es in diesem Jahr nur noch etwa 800 sein. Grund dafür sind geringere Steuereinnahmen, die örtliche Regierungen dazu veranlassen, die Subventionen für Stierkämpfe in Kleinstädten zu kürzen.


      stern.de/reise/europa/stierhat…ends-sterben-1581524.html

      Nicht der Tierschutz ist der Grund des Verbotes, sondern wohl eher das liebe Geld.

      Wie immer.
    • Original von Volker
      Dennoch, die Gründe des Stierkampfverbots in Katalonien werden wohl ähnlich gelagert sein.


      Hallo Volker

      Durchaus denkbar wenn man die Zahlen von Barcelona betrachtet.

      Schade eigentlich das man den Kampfstier in Zukunft bald nur noch von der Silhouette des Osborne-Stiers kennt.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • <b><big>Bravo, Catalunya!</b></big>

      Endlich, die Hexenverbrennung ist ja schon etwas länger abgeschafft (hat den Gaffern damals aber auch Vergnügen bereitet)

      Gut, und die andern Provinzen werden nachziehen, die EU hatte da ja leider keinen Mumm. Da kann der König sich auf den Kopf stellen.

      Es kann mir niemand erzählen, daß "Kampfstiere" das mögen, was in der Arena mit ihnen passiert.
      Ich halte es für pervers, Tierrassen auf Aggressivität hin zu züchten.
      Wenn eine von Menschen herausgezüchtete Tierrasse, die es eh nur in Kultur gab verschwindet ist das für die Natur überhaupt kein Problem - und für mich auch nicht.

      Man kann den Stierkampf nicht über die Massentierhaltung und -schlachtung rechtfertigen. Das ist nicht auf einem Level.
      Der Mensch ist biologisch nun mal kein reiner Pflanzenfresser, man kann sich aber gerne darüber unterhalten wie man Fleisch "humaner" produzieren kann.
      Mit dem Schächten kann man den Stierkampf auch nicht Vergleichen, lange Zeit war das Schächten die "humanste" Art ein Tier zu töten. Ansonsten müsste man auch die Jagd verbieten (oder mit Narkosepfeilen schießen?).
      Wenn man aber schon bei "Rituellem" ist, warum nicht bei der Misshandlung von Kindern anfangen? Z.B. die rituelle Verstümmelung von nicht zustimmungsfähigen Kleinkindern (wird auch "Beschneidung" genannt) - und ja, ich meine bei Mädchen <b>und</b> bei Jungen.
    • Original von J.D. aus NRW
      Original von Thomas, Hamburg
      Das ist nicht auf einem Level.


      Stimmt ;smilie[82] !

      Klick mich

      Oder hier

      12.000 Kampfstiere im Jahr sind da eine andere Hausnummer.


      Was auch immer für Missstände es bei der Schlachtung gibt, sie sind keine Rechtfertigung Tiere zur Belustigung eines Publikums zu quälen und zu töten.

      Die Menschliche Ernährung als Motiv steht auf einer anderen Ebene als "Unterhaltung". Aber natürlich sollte die Schlachtung so wenig Leid wie möglich für die Tiere bedeuten. Wenn es da Missstände gibt, sind die abzustellen - aber nicht stattdessen den Stierkampf weiterführen und die Missstände beim Schlachten beibehalten! Ich verstehe einfach die Logik hinter dem Argument "Aber bei der Schlachtung von Tieren ist ja auch nicht alles OK" nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas_Hamburg ()

    • Original von Thomas, Hamburg
      Die Menschliche Ernährung als Motiv steht auf einer anderen Ebene als "Unterhaltung".


      Hallo Thomas

      Die Kampfstiere werden nur öffentlich geschlachtet und danach zerlegt, gegrillt, gekocht, gebraten und dann gegessen. Diese öffentliche Schlachtung unterliegt strengsten Regeln da sie öffentlich ist und nicht wie beim Mastvieh hinter verschlossenen Türen.

      Ich weiß nicht wie man so scheinheilig sein kann und andersrum das wesentlich qualvollere Aufwachsen und Schlachten des Mastviehs durch Kauf von Fleisch solcher geschundenen Wesen akzeptiert.

      Und Unterhaltung des Publikums seh ich auch im Stierkampf weniger, da das Publikum so sieht wie ihr Steak gemacht wird. Da bekommt man dan richtig Respekt vor dem Stück Fleich auf dem Teller.

      MfG

      Jürgen

      P.S.: Wenn ich mir ein Kotlett auf dem Grill lege, dann weiß ich das dies von einem noch nichtmal halbwüchsigen Kind stammt. Das Schwein hat noch nichtmal ein halbes Jahr gelebt und gerade deswegen hab ich verdammt viel Respekt vor dem Stück Fleisch was mich sättigt.
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Ich weiß nicht wie man so scheinheilig sein kann und andersrum das wesentlich qualvollere Aufwachsen und Schlachten des Mastviehs durch Kauf von Fleisch solcher geschundenen Wesen akzeptiert.


      Das ist ein riesen Problem ,denn die Leute hinterfragen da nicht ,was da eigentlich abgeht .
      Eine Gesellschaft ,welche derartige Produktionsbedinungen auch noch subventioniert anstatt soetwas zu verbieten hat doch keinerlei Moralanspruch .
      Das Beispiel mit dem Geflügel lässt doch sicher den Härtesten erschauern .
      Dort ,genau dort haben Tierschützer und Freunde anzusetzen . Ich kann mir auch nicht vorstellen das der Verzehr derart geschundener Kreaturen nicht auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat ,die soetwas verzehren ........

      Vernünftige und Artgerechte Produktion wird so gnadenlos vernichtet und damit auch tausende Arbeitsplätze ! So brauch ich dann natürlich die Fachkräfte aus dem Ausland ............
      Gruselig was aus diesem Land geworden ist .
      Click for Dresden Klotzsche, Deutschland Forecast
    • Noch einmal :


      Ich verstehe Euere "Gegenargumente" nicht !

      Wollt Ihr etwa, daß man NICHT gegen jede Form von Grausamkeit vorgeht, weil es noch Andere Grausamkeiten gibt ???

      Ich jedenfalls gehen gegen JEDE Unmenschlichkeit vor, egal ob das sadistische Rituale wie der Stierkampf, das Schächten oder die Beschneidung ist, oder sonst irgendetwas das Schmerzen oder sonstiges Leid verursacht !!!

      Servus !

      Kurt
      Das was man Dir nicht tu,
      das füg auch keinen Andrem zu !

      Kung-Fu-Tse ( Konfuzius )
    • Original von HURRIKAN
      Noch einmal :


      Ich verstehe Euere "Gegenargumente" nicht !

      Wollt Ihr etwa, daß man NICHT gegen jede Form von Grausamkeit vorgeht, weil es noch Andere Grausamkeiten gibt ???

      Ich jedenfalls gehen gegen JEDE Unmenschlichkeit vor, egal ob das sadistische Rituale wie der Stierkampf, das Schächten oder die Beschneidung ist, oder sonst irgendetwas das Schmerzen oder sonstiges Leid verursacht !!!

      Servus !

      Kurt

      Aber das Hähnchen schmeckt noch ?
      frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/7/0,1872,8093415,00.html
      Ist ja so billig ..........
      Click for Dresden Klotzsche, Deutschland Forecast
    • Original von J.D. aus NRW


      Ich weiß nicht wie man so scheinheilig sein kann und andersrum das wesentlich qualvollere Aufwachsen und Schlachten des Mastviehs durch Kauf von Fleisch solcher geschundenen Wesen akzeptiert.


      Hallo Jürgen,

      wie, wer akzeptiert denn qualvolles Aufwachsen und qualvolles Schlachten? Ich jedenfalls nicht!
      Muß man denn, weil man gegen "Stierkampf" (ich finde den Begriff heuchlerisch, mit einem fairen Kampf hat das Quälen und Töten ja nichts gemein) ist <b>für </b>Tierquälerei in der Massentierhaltung sein?

      Ich weiß nicht, wie man so scheinheilig sein kann, die öffentliche Stierquälerei als eine Methode der Fleischproduktion darzustellen. Es geht um eine perverse Form der Unterhaltung, sonst nichts.

      Und Unterhaltung des Publikums seh ich auch im Stierkampf weniger...

      Ist das jetzt Ironie oder dein Ernst?

      ..da das Publikum so sieht wie ihr Steak gemacht wird.

      Gerade das sieht das Publikum doch nicht! Denn sonst würde dem Stier nicht immer wieder mit Lanzen und Spießen in den Nacken gestochen, sondern der Torero würde den Bolzenschußapparat ansetzen und - tock! - das war's!

      Die Corrida ist ein albernes, spätpubertäres Macho-Spektakel, etwas für ewig-gestrige, die gerne Blut sehen. Wer immer wieder aufs neue bestätigt haben muss, daß der Mensch dem Rindvieh überlege ist, der muß arge Komplexe haben, der ist ein armer Wicht.

      Gott sei Dank ist die Corrida in Spanien in den letzten Jahrzehnten im rasanten Niedergang, die Jugend interessiert sich entweder nicht für diesen "alten Scheiß", oder sie kämpft aktiv gegen diese Tierquälerei an - mit zunehmendem Erfolg.
      Immer weniger Gemeinden sind bereit, die Corrida zu subventionieren (dieser Blödsinn finanziert sich noch nicht mal selbst!)
      In ganz Katalonien soll es in der letzten Zeit schon nur noch 15 Veranstaltungen pro Jahr gegeben haben, ab 2012 gibt es jetzt keine mehr - und das ist gut so!

      Schön, daß du Respekt vor dem Stück Fleisch auf deinem Teller hast. Wenn man auch noch Respekt vor Tieren hat, kann man nicht für "Stierk(r)ampf" sein. Sicher auch nicht für gewisse Formen der Massentierhaltung.

      Gruß,

      Thomas

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Thomas_Hamburg ()

    • Thomas, Hamburg schrieb:

      wer akzeptiert denn qualvolles Aufwachsen und qualvolles Schlachten? Ich jedenfalls nicht!


      Hallo Thomas

      Alle die nicht gerade Veganer sind, ich hoffe Du bist es.

      Ich bin es nicht, deshalb kann ich keine Steine werfen da ich auch im Glashaus sitze. Das einzige was ich tun kann ist halt meinen Fleischkonsum zu mäßigen wie ich das schon als Kind musste. Ich ess nur 2-3 Mal die Woche Fleisch/Wurst, allerdings weiß ich das dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • ... vielleicht wäre es ratsam auf meine Argumente einzugehen und nicht bloß ständig Fleischkonsum anzuprangern ...

      Es geht nämlich nicht darum Mißstände gfegeneinander aufzurechenen, sondern darum sie Schritt für Schritt zu beseitigen ...
      Das was man Dir nicht tu,
      das füg auch keinen Andrem zu !

      Kung-Fu-Tse ( Konfuzius )
    • HURRIKAN schrieb:

      ... vielleicht wäre es ratsam auf meine Argumente einzugehen und nicht bloß ständig Fleischkonsum anzuprangern ...

      Es geht nämlich nicht darum Mißstände gfegeneinander aufzurechenen, sondern darum sie Schritt für Schritt zu beseitigen ...


      Hallo

      Und warum nicht bei dem großen Übel zuerst anfangen?

      Ich zitier mal aus einen der Links:

      Klaus Tröger schätzt, dass nach seinen Untersuchungen bis zu einem Prozent der Schlachtschweine erst beim Verbrühen sterben. Ein Prozent? Klingt wenig - macht aber allein in Bayern rein rechnerisch 53.000 Schweine, die jedes Jahr qualvoll verenden.


      Bei Rindern ist der Prozentsatz ähnlich hoch und sterben lebend an den Hinterläufen den Tod durch verbrühen. Man sollte dabei auch noch bedenken das Schweine als inteligente Tiere gelten.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Hallo Jürgen,

      ich komme da nicht ganz mit:

      Du redest von zwei Übeln. Das eine (das Verbrühen von lebenden Schweinen) ist schon lange verboten. Das andere (das öffentliche Zelebrieren einer Tierfolterung) ist in den meisten Ländern auch schon lange verboten. Jetzt endlich auch in Katalonien! Und genau das war eigentlich Thema dieses Threads!
      Wo ist eigentlich dein Problem mit dem Verbot der Corrida, wenn du doch selbst sagst, daß sie ein Übel ist?

      Es ist völlig richtig, gegen Mißstände auf Schlachthöfen Sturm zu laufen. Nicht OK ist, dieses Thema zu missbrauchen um damit von der perversen Ergötzung an der Stierquälerei abzulenken. Also mache doch am besten einen neuen Thread auf, in dem es dann um nicht artgerechte Tierhaltung, und unnötige Qual bei Schlachtungen etc. geht! Ich kann das hier in diesem Thread wirklich nur als Ablenkungsmanöver verstehen.

      Verstehst du denn nicht, dass es auch Symbolcharakter hat, wenn ein Tier gequält wird und die Zuschauer klatschen? Wenn man einen Stier zur Ergötzung quälen darf, dann darf jeder doch auch zur seiner privaten Ergötzung seinen Hund oder seine Katze quälen, oder? Warum nur Stiere?

      Gruß,

      Thomas


      BTW: Waum wir der Text neuerdings zentriert dargestellt?