Katalonien verbietet Stierkämpfe

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    • Hallo Thomas

      Thomas, Hamburg schrieb:

      Das eine (das Verbrühen von lebenden Schweinen) ist schon lange verboten.


      Es wird aber geduldet damit man täglich sein billiges Stück Fleisch auf dem Teller hat.

      Thomas, Hamburg schrieb:

      Jetzt endlich auch in Katalonien!


      Gestern hab ich einen Bericht auf ARTE über das Verbot gesehen mit teilw. Orginal TV-Beiträgen aus Spanien. Katalanen fühlen sich nicht als Spanier deshalb sieht man das Verbot dort als Abgrenzung zu Spanien, also war das ganze eine politische Tat und hatte garnichts mit Tierschutz zu tun. Hunde und Katzen werden dort weiterhin gejagt und qualvoll vergast, in meinen Augen ist das verdammt scheinheilig solch ein Verbot für den Tierschutz auszuschlachten.

      Thomas, Hamburg schrieb:

      Wo ist eigentlich dein Problem mit dem Verbot der Corrida, wenn du doch selbst sagst, daß sie ein Übel ist?


      Dazu ist gestern in dem Bericht auch ein Kampfstierzüchter befragt worden, übrigens im Hintergrund liefen friedliche Kampfstiere auf einem sehr weiten Areal. Seine Aussage zu dem Thema war das das Verbot in Katalonien den Wirtschaftszweig kaum belasten würde da dorthin wenige Stiere gehen. Übrigens auch wieder mit dem Verweis auf die politisch mentale Einstellung der Katalanen. Auf die Frage was er denn machen wird wenn die Corrida in ganz Spanien verboten würde kam die klare Aussage das er sein Weideland für Immobilienzwecke versilbern würde und auf Masttierzucht umsteigen würde.

      Thomas, Hamburg schrieb:

      Nicht OK ist, dieses Thema zu missbrauchen um damit von der perversen Ergötzung an der Stierquälerei abzulenken.


      Nicht OK ist es dieses Thema zu benutzen um von eigener Tierquälerei abzulenken, deshalb sollte der Jubel auch etwas gedämpfter ausfallen und man sollte sich auch mal Gedanken über die Folgen machen und vieleicht mal vor der eigenen Hütte kehren. Das Verbot hat nichts und zwar rein garnichts mit Tierschutz zu tun.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Hallo Jürgen,


      J.D. aus NRW schrieb:

      Hallo Thomas

      Thomas, Hamburg schrieb:

      Das eine (das Verbrühen von lebenden Schweinen) ist schon lange verboten.


      Es wird aber geduldet damit man täglich sein billiges Stück Fleisch auf dem Teller hat.


      Wenn durch eine unglücklichen und seltenen Zufall ein Schwein lebend in die Brühanlage gerät, stehen dann auch tausende Menschen drumherum und klatschen tosend Beifall? Begreifst du denn wirklich nicht den himmelweiten Unterschied? Die Corrida ist die Verhöhnung des Tierschutgedankens.
      Meine Güte, shit happens! Es werden jedes Jahr auch etliche Menschen ermordet, obwohl da streng verboten ist und ggf. hart bestraft wird. Wird das Morden deswegen "geduldet"?



      Gestern hab ich einen Bericht auf ARTE über das Verbot gesehen mit teilw. Orginal TV-Beiträgen aus Spanien. Katalanen fühlen sich nicht als Spanier deshalb sieht man das Verbot dort als Abgrenzung zu Spanien, also war das ganze eine politische Tat und hatte garnichts mit Tierschutz zu tun.

      Wieso gar nichts? Woher weißt du das? Ein Teil der Abgeordneten mag aus seperatistischen Motiven abgestimmt haben, ein Teil aber sehr wohl auch aus Grümdem des Tierschutzes. Wie sich das verteilt weißt du nicht. Im Resultat ist es jedenfalls ein Fortschritt für den Tierschutz.



      Dazu ist gestern in dem Bericht auch ein Kampfstierzüchter befragt worden, übrigens im Hintergrund liefen friedliche Kampfstiere auf einem sehr weiten Areal.

      Friedliche Kampstiere? LOL, die haben aber keinen guten Marktwert! :D

      Ja, was erwartest du denn, was ein Kampfstierzüchter sagt, wenn er so gefragt wird? Bestimmt nicht, daß er dann dort Öko-Alpakas weiden läßt! :D


      Nicht OK ist es dieses Thema zu benutzen um von eigener Tierquälerei abzulenken


      Hä? Warum sollte hier jemand mit dem Verbot der Corrida von Mißständen in der Fleischwirtschaft ablenken wollen? Und wer quält hier Tiere? Du, weil du Fleisch konsumierst? Ja? Und weil du meinst, daß du Tiere quälst, mußt du hier die Stierquälerei verteidigen, oder doch wenigstens relativieren? Wie logisch ist das denn?

      Jedes Jahr kommen auch ein paar Briefträger bei der Zustellung unter die Räder. Damit wir täglich unsere Post in den Kasten bekommen. Töten wir Postkunden deshalb Briefträger? Ich foltere keine Tiere, wenn du meinst du folterst Tiere solltest du konsequent auf Fleisch (Und Fisch und Palmölerzeugnisse usw, usw) vezichten.
      Ich fürchte wenn du den Gedanken (was könnte wohlmöglich bei der Produktion dieses Lebensmittels passieren, Öko kann ja auch Beschiß sein...) konsequent weiterspinnst bleibt dir nur der Hungertod.

      Was glaubst du wohl, wie "artgerechtes" Töten in der Natur abläuft? Z.B. Wenn ein Gnu von Hyänen gerissen wird? Erst wird es gehetzt (Streß!), dann beißen die Hyänen dem Gnu die Beinsehnen durch, so daß es auf dem Bauch zu liegen kommt. Dann wird das Gnu bei erhobenem Kopf und lebendigen Leibe genüßlich von den Hyänen ausgeweidet, also da würde ich als Tier eher "Peter den Bolzen" wählen! Es ist ja nicht so, daß nur der phöse Mensch Tiere tötet

      Was sicherlich zutreffen ist, ist daß Otto Normalverbraucher riesige Berge billigen, minderwertigen Fleisches in sich hineinfrißt und daß das schlecht für ihn und für die Tiere ist. Man kann teureres Fleisch aus ökolgischer Landwirtschaft kaufen, man kann sich selbst ein Bild von dem betreffenden Öko-Betrieb machen, man kann seinen Fleischkonsum auf ein vernünftiges Maß reduzieren, bloß den ganze Tag hinter dem Bauern stehen und kontrollieren und auch noch bei der Schlachtung zugegen sein, das kann niemand

      Aber trotz und alledem freue ich mich sehr über das Verbot in Katalonien. Das eine lenkt mich auch gar nicht von dem anderen ab.

      Gruß,


      Thomas
    • Thomas, Hamburg schrieb:

      Wenn durch eine unglücklichen und seltenen Zufall ein Schwein lebend in die Brühanlage gerät


      Hallo Thomas

      Es geht nicht um ein Tier was in Deutschland für dein Kotlett oder was auch immer qualvoll stirbt, sondern um Hunderttausende. Aber schön verschließe weiterhin deine Augen davor, Hauptsache das Schweinesteak kostet 3.99€.

      Zur Thematik Spanien würde ich dir auch mal empfehlen sich etwas mit dem Thema zu beschäftigen, da gibt es Basken die mit Terror für ihre Unabhängikteit schon seit Jahren kämpfen. Katalanen die ebenfalls sich mit friedlichen Mitteln gegen eine Zwangsdiktatur wehren usw.. Sag mal in Bayern zu einem Urbayern Preuße und Du wirst seine verbale Kraft erleben.

      Wenn es da um Tierschutz bei dem Verbot gehen würde, was ist denn dann mit demn Millionen an Hunden und Katzen die jährlich auf extremster qualvollerweise getötet werden. Geh mal in Barcelona auf die Las Ramblas, dann weißt Du das der Stierkampf (Corrida) ein Kinderspielplatz ist.

      Und nochmal zum Thema Kampfstier:

      Das sind friedliche Tiere, ähnlich der Milchkuh auf der Weide. Das Tier darf vor dem Menschen keine Angst oder Agressionen auf ihn haben da es sonst nicht händelbar wäre in der Zucht/Auzucht oder Transport. Diese Agression wird erst im 1. Drittel der Corrida auf die Menschen andressiert, schlägt die nicht durch bekommt der Stier einen Abgang in den Schlachthof.

      Und zum Aussterben einzelner Tierrassen und Pflanzen, wer weiß ob nicht gerade in deren Genen die Lösung gewisser unheilbaren Krankheiten der Menschheit/Welt liegt. Also mir wäre so etwas nicht egal.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast


    • Zur Thematik Spanien würde ich dir auch mal empfehlen sich etwas mit dem Thema zu beschäftigen, da gibt es Basken die mit Terror für ihre Unabhängikteit schon seit Jahren kämpfen...


      Ach nein, wirklich? Da habe ich ja noch nie von gehört, LOL!


      Danke Jürgen, ich glaube, das reicht jetzt...und bitte keine Unterstellungen, daß ich vor Tierquälerei die Augen verschließe oder Billigfleisch kaufe!

      So long,

      Thomas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas_Hamburg ()

    • Thomas, Hamburg schrieb:

      Danke Jürgen, ich glaube, das reicht jetzt...und bitte keine Unterstelungen, daß ich vor Tierquälerei die Augen verschließe oder Billigfleisch kaufe!


      Hallo Thomas

      Das war keine persönliche Unterstellung, Entschuldigung wenn Du dies in den Falschen Hals bekommen hast.

      Nur ich hab meine gewissen Erfahrungen mit dem Tierschutz gemacht und das waren genau solche wie der "Erfolg in Katalonien". Richtige Probleme sind denen einfach zu heiß und genau deshalb Pranger ich so etwas an. Wenn es dort um mal in den Regionen zu bleiben um Tierschutz gehen würde wo sich nun die Abgeordneten gegenseitig auf die Schultern klopfen, übrigens auf den Kanaren ist der Stierkampf schon länger verboten. Wieso gibt es den dort keine Tierheime in innerstaatlicher Verantwortung die sich der Hunde und Katzen zur Vetmittlung stark machen. Warum gibt es dort keine Kastrationsmassnahmen verwilderter Haustiere. Weil es wirtschaftlicher ist diese Tiere qualvoll einzufangen und ebenso zu töten. Katalanien so wie vor Jahren die Kanaren haben den Stierkampf verboten weil kaum ein Torist mehr daran Interesse hatte, die Einwohner hatten das schon lange nimmer. Nach außen wird das als Erfolg in Richtung Tierschutz gefeiert aber hinterum werden Millionen an Hunde und Katzen grausamst getötet. Genau darüber reg ich mich auf, das ist genauso scheinheilig wie der "Tierfreund" der hier sein Schweinesteak für 3,99€/kg mampft und dies als Tierschutz ansieht.

      Wenn Du meine Beiträge zu dem Theama nochmal genau liest wirst Du sicherlich auch lesen können das ich Stierkämpfe nicht gut finde, allerdings bin ich ehrlich zu mir selber da ich geschlachtetes Tier verzehre,deshalb Kann ich dieses Treiben (Stierkampf) nicht verurteilen. Allerdings selten, aus dem Wissen um der Umstände der Schlachtung und nur vom Biohof.

      Zum Thema Tierschutz in Deutschland in Richtung Katzen könnte ich auch ein paar nette Schoten abliefern, ich hab das mal ~25 Jahre betrieben. Wer denkt das Katzenhilfe der Katze hilft, der glaubt auch das Zitonenfalter Zitronen falten. Aber das wird dann doch etwas zu OT.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von J.D. aus NRW ()

    • Hallo.

      Das Thema ist eine Glaubensfrage.

      Der Knackpunkt ist die öffentliche Belustigung am Schlachten des Tieres.

      Beziehen wir es einmal auf den Menschen:

      Ein Kind fällt in einen Teich und ertrinkt, das ist traurig.

      Ein Kind fällt in einen Teich und ertrinkt, es stehen hunderte von Menschen am Teich und sehen zu, das ist beschämend.

      Ich denke das ist der alleinige Grund die öffentliche Tierschlachtung abzuschaffen das Gewissen der "Fleischesser" ist beruhigt.
      Was ich nicht sehe tut mir nicht weh.

      Volker
    • Volker schrieb:

      Ich denke das ist der alleinige Grund die öffentliche Tierschlachtung abzuschaffen das Gewissen der "Fleischesser" ist beruhigt.
      Was ich nicht sehe tut mir nicht weh.


      Hallo Volker

      nicht nur das, die Mastviehfuttermittelindustrie hat schon die Dollar-Zeichen in den Augen, hinzu kommt noch die Versiegelung der Natur und die Profite der angeschlagenen Immobilenwirtschaft und der Banken in Spanien.

      Aber jetzt kommt sicherlich das Argument, beim ertrinkenden Kind hat keiner der 100 Gaffer aplaudiert.

      ::n

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast

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    • J.D. aus NRW schrieb:

      Nur ich hab meine gewissen Erfahrungen mit dem Tierschutz gemacht und das waren genau solche wie der "Erfolg in Katalonien". Richtige Probleme sind denen einfach zu heiß und genau deshalb Pranger ich so etwas an. Wenn es dort um mal in den Regionen zu bleiben um Tierschutz gehen würde wo sich nun die Abgeordneten gegenseitig auf die Schultern klopfen, übrigens auf den Kanaren ist der Stierkampf schon länger verboten. Wieso gibt es den dort keine Tierheime in innerstaatlicher Verantwortung die sich der Hunde und Katzen zur Vetmittlung stark machen. Warum gibt es dort keine Kastrationsmassnahmen verwilderter Haustiere. Weil es wirtschaftlicher ist diese Tiere qualvoll einzufangen und ebenso zu töten. Katalanien so wie vor Jahren die Kanaren haben den Stierkampf verboten weil kaum ein Torist mehr daran Interesse hatte, die Einwohner hatten das schon lange nimmer. Nach außen wird das als Erfolg in Richtung Tierschutz gefeiert aber hinterum werden Millionen an Hunde und Katzen grausamst getötet. Genau darüber reg ich mich auf, das ist genauso scheinheilig wie der "Tierfreund" der hier sein Schweinesteak für 3,99€/kg mampft und dies als Tierschutz ansieht.
      Hallo,
      habe hier jetzt bisher nur mitgelesen, kann jetzt aber nicht umhin, als im Inlands- wie Auslandstierschutz Involvierte, meine "Schreib-Sommerpause" zu unterbrechen und mich zu Wort melden.

      Zum Thema Stierkampf: das ist keine Kultur, das ist Tierquälerei. Genau so wenig sind Hahnenkämpfe, Hundekämpfe oder die durch Feuer unter den Sohlen zum Tanzen gebrachten Tanzbären in diversen Ländern "Kultur".

      Zum Thema Tierschutz allgemein in Spanien und anderen (süd)europäischen Ländern: der findet statt, dank vieler Tierschutzorganisationen und Tierfreunden vor Ort, Einheimischer wie auch Deutscher. Die staatlichen Perreras in Spanien sind keine "Tierheime", wie man sie aus Deutschland kennt, sondern ganz einfach Tötungsstationen, wo die Tiere, falls sie nicht herausgeholt und vermittelt werden, spätestens nach einer 21-Tage-Frist vergast werden. Einige Tierheime in Spanien wurden von ausgewanderten Deutschen gegründet und aus eigener Tasche finanziert, die Hunde und Katzen werden dort in der Regel alle kastriert und es wird versucht, Aufklärungsarbeit bei den Einheimischen zu leisten, um ein Umdenken gegen die stattfindenden Grausamkeiten zu bewirken.

      Mit dem Argument in diesen Ländern, da Tiere keine Seele hätten, diese auch keinen Schmerz fühlen, werden diese, egal ob Welpen, ältere, große, kleine, erschlagen, bei lebendigem Leib verbrannt, verätzt, mit gebrochenen Läufen im Meer versenkt, um auf Nummer sicher zu gehen, bei Jägern beliebt ist, den Hunden, die nicht genug Jagtdrieb haben, die Augen auszustechen, um sie so als jagdunfähig zu "zeichnen", in der Bevölkerung beliebt und ein Spektakel, bei dem auch Kinder gerne zugegen sind, ist das sogenannte "Piano spielen", da werden die Hunde lebendig an einem Baum aufgehängt, gerade nur so hoch, dass sie mit den Hinterpfoten noch etwas den Boden berühren und verzweifelt versuchen, der Strangulierung zu entkommen.

      Ja, man könnte diese Aufzählung an Barbareien noch endlos fortsetzen, der perversen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Bilder auf dem beigefügten Link sind noch nicht mal die Schlimmsten; unsere befreundeten Tierschützer vor Ort in Spanien, Griechenland, Italien und Zypern müssen das jeden Tag sehen, für die ist das grausame Realität.
      tierhilfe-spikyranch.org/SituationDerHundeInSpanien.html
      Marion
      "Jeder Mensch braucht ein Stück Garten, wie klein es auch immer sein mag, sodass er in Kontakt mit der Erde und deshalb mit etwas Tieferem in ihm selbst bleibt". C. G. Jung
      "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi
    • Hallo Marion

      Manno jetzt hast Du auch wieder wohl scheinbar von miretwas in den falschen Hals bekommen ;;g ! Wie vorher viele andere ,,S .

      FeddeLimedde schrieb:

      Die staatlichen Perreras in Spanien sind keine "Tierheime", wie man sie aus Deutschland kennt, sondern ganz einfach Tötungsstationen, wo die Tiere, falls sie nicht herausgeholt und vermittelt werden, spätestens nach einer 21-Tage-Frist vergast werden.


      Das waren doch meine Worte!

      Das Stierkampf Kultur ist oder nicht hinterfragt wohl keiner der sich mit dem Thema beschäftigt. Das Ganze gibt es erst seit ~200 Jahre! Das dies Qualen für die Kreatur sind stellt auch keiner in Frage! Wogegen ich aber bin ist das man ein paar Bauernofer opfert um den Millionenfachen Tod von Kreaturen aus welchen Gründen auch immer zu rechtfertigen mit dem Argument: "Daran kann man nix ändern."

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Oh Marion.

      Dazu kann ich auch beitragen.

      Oft entspringen diese Zustände nicht aus der Kultur von Spanien, sondern aus der dort herrschenden Armut in vielen Bevölkerungsschichten.

      Wir hatten 10 Jahre lang eine kleine Wohnung auf Mallorca.
      Der direkte Nachbar, Jesus, so hieß der wirklich, hat damals einfach eine Wohnung "besetzt" als die Eigentümer nicht anwesend waren.
      Auf dem kleinen Balkon, ca. 4 Quadratmeter, hielt er Enten, Hühner, Tauben und Hunde.
      ALLES landete im Kochtopf, auch die Hunde.

      In der Wohnung, nur 30 Quadratmeter wohnte er, seine Frau und 2 Kinder.

      Die Behörden, die Eigentümer der Wohnung und anderen Bewohner des Hauses waren machtlos gegen diese Zustände.
      Dann bekam die Frau ein Baby, erst daraufhin konnte man auf Grund der hygienischen Zustände eine Räumung durchsetzen.
      Alles was sich in der Wohnung befand wurde auf den Hausflur verbracht, inklusive der Ratten.
      Die Wohnung wurde versiegelt, die Ex Bewohner hockten 3 Tage und Nächte zwischen den Trümmern und Ratten mit ihren Kindern und dem Baby.

      In Spanien herrscht vielerorts Armut, niemand will sie aber sehen, Alle sehen weg.

      Kann man es den Spaniern nun verübeln, dass sie Tiere nur als Sache ansehen?
      Der Stierkampf dient dort auch dazu um Aggressionen abzubauen.

      Was Hahnenkämpfe betrifft, verhält es sich ähnlich.
      Auf den Philippinen sind sie verboten, dennoch hat fast jeder Philippino seine Kampfhähne.
      Die armen Viecher sitzen dort ihr Leben lang auf einer Stange angeleint in der prallen sonne und schreien sich die Seele aus dem Leib.

      Jeder weiß es, jeder sieht es.
      Kampfarenen sind verboten, doch gibt es sie am Rande jeden Kaffs.
      Die besten Plätze dort sind für den Bürgermeister und die örtlichen Polizisten reserviert.

      Hahnenkämpfe zu verbieten geht nicht, sie sind ja schon verboten......., die Philippinos haben auch nichts anderes um Aggressionen abzubauen.....

      Das Thema ist nicht so einfach wie es scheint.

      Nur die satten, höheren Schichten setzen sich für den Tierschutz ein, wirklich ausrichten können sie nichts.
      Dazu müssten sie zuerst einmal die Armut bekämpfen, das ist aber lästig und teuer.....

      Volker

    • Volker schrieb:

      In Spanien herrscht vielerorts Armut, niemand will sie aber sehen, Alle sehen weg.

      Kann man es den Spaniern nun verübeln, dass sie Tiere nur als Sache ansehen?
      Der Stierkampf dient dort auch dazu um Aggressionen abzubauen.
      Hallo Volker,
      teilweise kann ich Deiner Argumentation folgen - teilweise nicht. Und ja, ich "verüble" den Spaniern und nicht nur denen, dass Lebenwesen als "Sache" angesehen werden, die man aus Spass,aus Langeweile, aus Aggression oder weiß der Kuckuck was sinnlos quälen kann! Armut ist für mich kein Argument, Tierquälerei zu akzeptieren oder zu tolerieren. Moral, Gewissen und Mitgefühl für Mensch und Tier ist unabhängig von Besitz und Geld. Wo der direkte Zusammenhang zwischen "Arm = ich quäle gerne Tiere" und "Wohlhabend = ich quäle keine Tiere" ist, verstehe ich jetzt nicht. Wäre ich arm, wobei man "arm" genau definieren müßte, weil arm für jeden wohl was anderes ist, würde es mir dennoch nie einfallen, Tiere zu quälen, für was und warum?

      Es gibt in den von mir aufgezählten Tierschutz-Notstandsländern genug Menschen, die vor Ort in eigener Regie und mit geringsten Möglichkeiten und Mitteln sich gegen dieses Tierelend engagieren und die in den Augen für uns Durchschnitts-Deutsche nicht mit üppigem Wohlstand und Besitz gesegnet sind. Arm ist nicht gleich Schurke und Reich nicht gleich Edelmann. Und auch nicht jeder Spanier, Grieche, Italiener etc. hat Spaß daran, Tiere zu quälen.
      LG Marion
      "Jeder Mensch braucht ein Stück Garten, wie klein es auch immer sein mag, sodass er in Kontakt mit der Erde und deshalb mit etwas Tieferem in ihm selbst bleibt". C. G. Jung
      "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi
    • Hallo Volker

      Volker schrieb:

      Was Hahnenkämpfe betrifft, verhält es sich ähnlich.
      Auf den Philippinen sind sie verboten, dennoch hat fast jeder Philippino seine Kampfhähne.


      Nunja in Katalonien sind sie ja nun auch verboten und ich glaub daran wird man sich auch halten. Zumal es dort Jährlich nur 10 Kämpfe zuletzt gab, mit anderen Worten dort ließen mal gerade 60 Stiere ihr Leben für Touris die das sehen wollten. Deswegen kann man Katalonien nicht als ganz Spanien betrachten. Die Katalanen sind halt keine typischen Spanier mit ihrer eigenen Sprache und ihrer eigenen Art die mir sehr sympathisch ist.

      Volker schrieb:

      Jeder weiß es, jeder sieht es.


      Eben deswegen brachte ich ja den Einwand mit Schlachthöfen, Masttierzucht und Viehtransporte teilw. quer durch Europa. Wenn man etwas verteufelt sollte man schon gucken das man vor der eigenen Tür auch gekehrt hat.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Dauermantra :

      Wer Mißstände sieht soll sie bekämpfen und nicht sie relativieren, indem man noch größere Mißstände anführt und damit dazu beiträgt, daß KEINE Mißstände beseitigt werden ...

      Steter Tropfen höhlt den Stein ...

      Menschlichkeit ist das Maß aller Dinge ...


      Servus !

      Kurt
      Das was man Dir nicht tu,
      das füg auch keinen Andrem zu !

      Kung-Fu-Tse ( Konfuzius )
    • HURRIKAN schrieb:

      Wer Mißstände sieht soll sie bekämpfen


      Hallo Kurt

      Die seh ich täglich auf den Straßen, dürfte bei dir in Österreich nicht anders sein. Ich seh z.B. immer plattgefahren Igel auf der Straße, Millionen andere Autofahrer sicherlich auch. Aber wie will ich den Kraftverkehr bekämpfen ?( ? Ich muss selber jeden Tag 200 km mit dem Auto zur Arbeit zurück legen.

      Die Katalanen haben halt politisch entschieden das sie dieses Touri-Spektakel nimmer wollen, gut aber Spanien besteht nicht nur aus Costa Brava und Barcelona. Wozu also so etwas in der ausländischen Presse als Erfolg verkaufen wenn es im eigenen Land noch viel größere Missstände gibt. Ich war Anfang des Jahres echt baff das das öffentlich rechtliche TV an das Thema ran traute, die Empörung im eigenen Land blieb allerdings aus. Scheinbar ist Billigfleisch was qualvoll erworben wird in Deutschland schon wichtiger. Da zeigt man lieber mit den Finger auf den Stierkampf im Ausland.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Hallo Marion.

      FeddeLimedde schrieb:

      Wäre ich arm, wobei man "arm" genau definieren müßte, weil arm für jeden wohl was anderes ist, würde es mir dennoch nie einfallen, Tiere zu quälen, für was und warum?


      Der Ex Nachbar Auf Mallorca um seine Kinder zu ernähren...
      Der arme Phillipino hält seinen Kampfhahn um vielleicht etwas Geld zu gewinnen, um Reis für seine Kinder zu kaufen....
      Die Hähne dort werden übrigens geliebt wie die eigenen Kinder, wenn nicht sogar mehr.

      Volker
    • Ohoo Volker

      Das geht aber arg in Richtung politischer Grundsatzdiskusion Arm vs. Reich.

      Um das mal wieder aufs Thema zurich zu füheren:

      Spanier (arm) (isser aber nicht) darf Tiere quälen, Deutscher (Österreicher oder wer auch immer) (reich isser aber auch nicht immer) darf Tiere zu welchen Zweck auch immer Tiere quälen. Nee das geht auch nicht!

      Neenee so einfach ist die Welt nun auch nicht gestrickt.

      Kurt´s angesprochener Tropfen ist nix mehr als ein Regentropfen unter dem heißen Reifen meines Fz. Bevorder Tropfen wieder den Asphalt berührt hat er sich in Luftfeuchte aufgelöst und nix bewirkt. Nix anderes ist das Verbot der Katalanen.

      Im Fussball würde man sagen:

      Kämpferisch ein sehr gut, taktisch ebenfalls eine starke Leistung und in der Ausdauer Meisterhaft, aber leider in der letzten Minute verloren.

      MfG

      Jürgen

      P.S.: in ganz Spanien geht es bei dem Geschäft um ein paar Mrd. und nicht um die "Peanuts" in Katalonien ;-).

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Volker schrieb:

      Der Ex Nachbar Auf Mallorca um seine Kinder zu ernähren...
      Der arme Phillipino hält seinen Kampfhahn um vielleicht etwas Geld zu gewinnen, um Reis für seine Kinder zu kaufen....
      Die Hähne dort werden übrigens geliebt wie die eigenen Kinder, wenn nicht sogar mehr.
      Hoi Volker,
      nun, ich denke, es ist sinnlos, weiter darüber zu diskutieren, wir schreiben aneinander vorbei. Gut, Dein Ex-Nachbar hat seine Tauben, Enten und Hunde aufgefressen, wobei Tauben und Enten zu Essen ja nichts Außergewöhnliches ist, Hunde zumindest in der westlichen Welt schon. Der phillipinische Hahnenkampf trifft auch nicht das, um was es mir geht. Klar ist es letztendlich Tierquälerei, zumal wenn den Hähnen Rasierklingen an die Sporen gesetzt werden. Die Hähne machen das, was sie tun, wenn zwei "Hähne auf dem Hof" sind, da macht einer den anderen alle. Der Mensch braucht in dem Fall nicht viel zu tun.

      Mir geht es um die von Menschenhand ausgeführten Grausamkeiten an Haustieren (ich muß das Nutzvieh jetzt einfach ausnehmen, Massenviehzucht + Schlachtung ist nochmal ein anderes Kapitel) mit dem Ziel und Zweck, diesen Qualen zuzufügen und sie leiden zu sehen. Und das passiert durch Arm, Reich, Alt, Jung. Und ich finde das einfach abnormal und krank. Falls Du Dir die Bilder angeschaut hast und würdest sagen, o.k., der Mensch, der dem Tier das angetan hat, wird wohl seine Gründe gehabt haben, dann weiß ich auch nicht, dann müssen wir uns auf total verschiedenen Ebenen bewegen.
      LG Marion

      "Jeder Mensch braucht ein Stück Garten, wie klein es auch immer sein mag, sodass er in Kontakt mit der Erde und deshalb mit etwas Tieferem in ihm selbst bleibt". C. G. Jung
      "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi
    • Volker schrieb:

      Warst Du schon einmal auf den Philippinen?


      Hallo Volker

      Ja sogar häufiger zwischen 1980 und 90, damals hab ich Seewassertiere fürs Aquarium gewerblich importiert und ich war nicht nur auf den Philippinen. Bei solchen Touren war ich dann nicht nur Gast beim Exporteur sondern war auch bei den Fängern/Fischern. Dabei hab ich so einiges kennen gelernt.

      MfG

      Jürgen
      MfG Jürgen Click for Düren, Deutschland Forecast
    • Mir geht es um die von Menschenhand ausgeführten Grausamkeiten an Haustieren (ich muß das Nutzvieh jetzt einfach ausnehmen, Massenviehzucht + Schlachtung ist nochmal ein anderes Kapitel) mit dem Ziel und Zweck, diesen Qualen zuzufügen und sie leiden zu sehen.



      Da sollten wir aber auch erst bei uns in Deutschland schauen. Seit 1.6.98 gibt es das neue tierschutzgesetz und seit 2.6 99 das Gutachten bzgl Qualzucht. Das sind 11 bzw. 12 Jahre, bei der Hundezucht hat sich nichts, aber rein garnichts geändert, das finde ich einfach nur zum ****** . Bei uns gibt es zig Gesetze welche dann schlicht Ignoriert werden mit 100 000 ausreden, wir schauen weiterhin ins Ausland. Natürlich finde ich es auch nicht Toll was dort mit den Haustieren geschieht, aber auch aus Deutschland kenne ich ähnliche Bilder von z.b. verhungerten Hunden ec.... Das ist also auch kein Auslandsproblem, da gäbe es im eigenen Land genug aufzuarbeiten, bei der Zucht angefangen bis zur Haltung bei diversen Züchtern usw... Auch in Deutschland gibt es immer noch Hundekämpfe, das mal nebenbei.



      Ein unendliches Thema, bei dem wir immer schön "Daheim" bleiben sollten und erst wenn da alles Tip Top ist, uns anderweitig umsehen können und draufzeigen.

      Nein, ich habe auch schon Auslandshunde zum vermitteln aufgenommen, habe aber aufgehört weil wir einfach bei uns auch genug davon haben und aus diversen weiteren Gründen wo die Tierschutzansichten zu weit auseinander gegangen sind.



      LG

      Monika